Computacenter über Ciscos neue Collaboration-Lösung

Was verbirgt sich hinter „Spark“?

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Reale Menschen treffen andere in virtuellen Besprechungsräumen.
Reale Menschen treffen andere in virtuellen Besprechungsräumen. (Bild. alphaspirit - Fotolia.com)

Virtuelle Besprechungsräume, die mit einer Vielzahl mobiler Endgeräte genutzt werden können – auf seinem Collaboration Summit in den USA stellte Cisco „Spark“ vor.

ITB: Herr Herzmann, Sie waren für Computacenter beim Cisco Collaboration Summit vor Ort. Würden Sie die Funktionalitäten und das Konzept der neuen Collaboration-Lösung „Spark“ bitte kurz erläutern?

Marc Herzmann, Cisco UC Leader & Lead Consultant bei Computacenter
Marc Herzmann, Cisco UC Leader & Lead Consultant bei Computacenter (Bild: Computacenter)

Herzmann: Bisher bestand das Portfolio von Cisco aus drei mehr oder weniger getrennten Lösungen für Telefonie, Video und Web-Meeting. Diese Komponenten wurden für das Zusammenspiel zwar bestmöglich ­integriert, aber dennoch gab es häufig Medienbrüche im Portfolio. Das wirkte sich auch negativ auf die Nutzerakzeptanz aus. Deshalb hat Cisco die Lösung nun komplett neu aufgestellt und mit Spark ein Collaboration-Tool aus einem Guss entwickelt. Somit spricht der Hersteller auch nicht länger von einer Applikation oder einer Software, sondern vom Spark Service. Dieser Service basiert auf der Collaboration Cloud, einer komplett neuen Cloud-Lösung von Cisco. So besteht Spark im Wesentlichen aus den drei Teilen Spark Messaging (Chat), Spark Calling (Telefonie) und Spark Meeting. Dabei ist vor allem der Telefonie-Anteil neu: Auf Wunsch kann der Kunde damit die gesamte Telefoniefunktion aus der Cloud beziehen. Als weitere Neuerung wurde Spark Hybrid Services für die Verbindung von Cloud und On-Premise Diensten wie Calender Service, Call Service Connect und Call Service Aware ­präsentiert. Mit Spark for Developers ­berücksichtigt Cisco auch die Entwickler – einerseits durch die Offenlegung der Programmschnittstellen für Spark und andererseits mit dem Launch einer neuen Entwicklerplattform. Diese soll dafür sorgen, dass eine Integration in Geschäftsprozesse möglich ist.

ITB: Lässt sich Spark in andere UCC-Lösungen integrieren, wenn sie von anderen Herstellern beziehungsweise von Cisco kommen?

Herzmann: Die Integration in Lösungen dritter Hersteller ist prinzipiell möglich, allerdings muss hier der genaue Anwendungsfall berücksichtigt werden. Eine SIP-Kopplung zwischen Cisco und einer anderen UCC-Plattform ist beispielsweise nach wie vor umsetzbar. In bestehende Cisco-UCC-­Lösungen lässt sich Spark nahtlos inte­grieren. Hierauf hat das Unternehmen großen Wert gelegt, um die bereits installierten Lösungen funktionsfähig zu halten. So können Spark Messaging und Spark Meeting zum Beispiel über die ­Cisco Collaboration Cloud bezogen werden, während die Telefonie-Funktion durch die On-Premise-Installation wie den Cisco Unified Communications Manager (CUCM) oder die Cisco Business Edition 6000 (BE6K) erbracht wird. Ein weiteres Beispiel für die problemlose Integration sind Spark Room OS und Spark Phone OS, mit denen Anwender ihre Endgeräte zunächst On-Premise und später an die Cloud anbinden können.

ITB: Wie wird Spark vertrieben und welche Wertschöpfungsmöglichkeiten bieten sich dabei den Partnern im Cisco-Channel?

Herzmann: Bei Spark handelt es sich um einen reinen Cloud Service, den Cisco nach wie vor über seine Partner und die neue Plattform „Annuity“ vertreiben wird. Der Channel erhält mit der neuen Lösung neben dem Vertrieb des Services vor allem durch die Beratung rund um den Einsatz beim Kunden einen Mehrwert. Change Management ist hier ein großes Stichwort, denn die Kunden müssen bei der Einführung, Verwaltung und Administration eines völlig neuen Portals begleitet werden. Aber auch bei der Integration in Bestandslösungen und Geschäftsprozesse der Kunden sowie der Anbindung von neuen Kunden ist der Channel gefordert.

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