Abgrenzung Big Data und Business Intelligence

Was genau eigentlich ist Big Data?

| Autor / Redakteur: Mario Zillmann / Nico Litzel

Der Autor: Mario Zillmann ist Leiter Professional Services bei Lünendonk
Der Autor: Mario Zillmann ist Leiter Professional Services bei Lünendonk (Bild: Lünendonk)

Über Big Data spricht und diskutiert die ganze IT-Szene. Selbst Business-Verantwortliche sehen in Big Data die große Zukunft für ihre Unternehmen. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Bisher war die Sichtweise der Unternehmen auf den (internen) Datenbestand vom Konzept der Business Intelligence (BI) geprägt. BI umfasst alle informationstechnischen Instrumente zur Auswertung unternehmensweit verfügbarer Fakten und die Zugriffs- und Analysemöglichkeiten mithilfe multidimensionaler Analysen und Data Mining.

Dabei können Reporting-Verantwortliche jedoch bestimmte Analysen wie Kundensegmentierungen, Verbrauchsprognosen mit Echtzeitdaten oder Prozess-Steuerung in Realtime mit BI-Technologien nur unzureichend oder gar nicht erstellen. Insbesondere wenn Daten aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen oder gar Tochterunternehmen miteinander kombiniert werden müssen oder die Datenstrukturen feinkörniger oder unstrukturiert sind, stößt BI an Grenzen.

Datenmenge nimmt massiv zu

Weiterhin kommt das Kriterium der massiv zunehmenden Datenmenge durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und das Erstarken digitaler Geschäftsmodelle ins Spiel. Alle Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, dass immer mehr Daten anfallen, die gespeichert und ausgewertet werden müssen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an das Management Reporting in einer sehr volatilen Wirtschaftswelt hinsichtlich der Aussagekräftigkeit von Reports sowie der Geschwindigkeit ihrer Erstellung für sämtliche Wertschöpfungsprozesse massiv gestiegen.

Großunternehmen und Konzerne werden heute schon überwiegend kennzahlenorientiert gesteuert. Entsprechend beschäftigt sich das Management Reporting nicht mehr ausschließlich mit der Finanzseite, sondern betrachtet und analysiert vielmehr sämtliche Leistungsbereiche des Unternehmens.

Zur Unternehmenssteuerung stehen dabei beispielsweise folgende Fragestellungen im Fokus:

  • Wie entwickeln sich einzelne Geschäftsfelder?
  • Wie kann das Unternehmen am besten auf veränderte Marktbedingungen reagieren und sich ihnen anpassen?
  • Welche Geschäftsprozesse sind effizient und welche nicht?
  • Wo treten in Zukunft Prozessstörungen auf, die den Geschäftserfolg beeinträchtigen?
  • Wie werden die Produktionsanlagen im kommenden Jahr ausgelastet sein?
  • Welche Kunden sind die profitabelsten, welche die unrentablen?

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