Mehr Agilität, Transparenz und Innovation durch Cloud Services

Die IT muss zum Business-Treiber werden

29.10.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Wilfried Platten

Ralf Gegg, Partner Director, CEMEA VMware
Ralf Gegg, Partner Director, CEMEA VMware (VMware)

Ralf Gegg, Partner Director Zentral- und Osteuropa bei VMware, über die Konsequenzen der IT-Transformation für Kunden, die Rolle der Partner in Cloud-Projekten, und welche Expertise dort gefordert ist.

ITB: Welchen Herausforderungen sehen sich aktuell Firmen gegenüber, die ihre Virtualisierungskonzepte weitgehend abgeschlossen haben, und jetzt den nächsten Schritt gehen wollen: die Bereitstellung von Cloud Services für ihr Unternehmen?

Gegg: Es ist richtig, dass viele Unternehmen diesen Schritt gehen wollen. Wir reden nicht über ein Hype-Thema, sondern über auf breiter Front anstehende konkrete Transformations-Projekte. Laut jüngster IDC-Studie rechnen 78 Prozent der IT-Verantwortlichen damit, bis 2014 ihre Cloud implementiert zu haben. Und schon heute basieren 93 Prozent aller neuen Anwendungen auf Cloud-Technologien. Dieser Schub kommt von drei wesentlichen Vorteilen: Erstens Agilität, also der Möglichkeit, schnell und flexibel die gewünschten IT-Services zur Verfügung stellen und das Business proaktiv unterstützen zu können. Zweitens Transparenz, vor allem auf der Kostenseite. Sprich, klare Zuordnung von finanziellen Aufwendungen zu Abteilungen, Prozessen und Projekten. Und drittens Innovation. Unternehmen müssen sich immer schneller anpassen und verändern. Das ist ohne eine moderne, agile und effiziente IT unmöglich. Allerdings sollten wir dabei auch nicht übersehen, dass der Virtualisierungsgrad in den Unternehmen in der Regel zwischen 30 und 40 Prozent liegt. Wir sehen hier einerseits noch enormes Potential in den unternehmenskritischen Workloads wie ERP, Exchange oder den Datenbanken. Und andererseits stehen auch im SMB-Bereich noch reichlich klassische Virtualisierungsprojekte an.

ITB: Zurück zu den Cloud-Projekten. Stehen hier eher Private Clouds oder Public Services im Vordergrund?

Gegg: Das kommt ganz darauf an, welche Unternehmen und welche Cloud-Services Sie betrachten. Kleine Unternehmen und Start-Ups sind den Public-Cloud-Angeboten sehr aufgeschlossen, da sie sich dadurch um nichts weiter kümmern müssen – sie brauchen keine Hardware, kein IT-Personal und müssen sich nicht um Wartungsarbeiten oder Updates kümmern. Mittelständische Unternehmen und große Firmen wählen oft den Sowohl-als-auch-Weg. Sie nutzen durchaus eine Reihe an Services aus einer externen Cloud, insbesondere bestimmte Software-Anwendungen, aber auch IT-basierte Dienstleistungen. Sehr viele Enterprise-Kunden, aber auch eine ganze Reihe mittelständischer Unternehmen haben aber in den letzten Jahren vor allem auch in den Ausbau einer internen Cloud-Umgebung investiert. Aus Security- und Compliance-Gründen belassen sie bestimmte Daten, Anwendungen und Prozesse natürlich inhouse, möchten aber dennoch nicht auf die Flexibilität einer externen Cloud verzichten.

ITB: Welche Rolle spielen Partner bei der Umsetzung dieser Herausforderungen?

Gegg: Die Kunden brauchen sowohl beratende Unterstützung vor dem Projekt, bei der Evaluierung der für sie sinnvollen Cloud-Lösung, als auch bei der anschließenden Umsetzung. Die Herausforderungen sind meist weniger technischer als organisatorischer Art. Früher haben Netzwerkspezialisten, Security-Teams und Server-Administratoren noch weitgehend losgelöst voneinander gearbeitet. Dieses Silo-Denken ist schon lange nicht mehr möglich und widerspricht auch völlig dem Cloud-Gedanken. Was jetzt gefordert ist, sind dynamisch zuweisbare Rechenleistungen, seien es Server-, Storage- oder Netzwerk-Ressourcen. Hier können Systemhäuser und externe IT-Spezialisten bei der Transformation der IT eine wichtige Rolle spielen.

ITB: Sind Sie mit der Partnerlandschaft zufriedenstellend aufgestellt? Und welche Qualitäten sind hier besonders gefragt?

Gegg: Unser Vorteil ist das große Partner-Ökosystem, das sich über Jahre entwickelt hat. Kein Wunder, denn wir machen 95 Prozent unseres Geschäfts indirekt. Wir haben weltweit rund 55.000 Partner, davon circa 5.000 in Deutschland. Sie haben alle umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen beim Thema Virtualisierung, eine hervorragende Basis für Cloud Expertise. Neben Know-how in Sachen Server, Storage und Netzwerke ist besonders Kompetenz im Beratungsumfeld zu IT-Architekturen und -Infrastrukturen gefragt. Die ist aktuell rar. Hier werden von den Partnern händeringend qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Wir versuchen das zu unterstützen, indem wir entsprechende Trainings für Virtualisierungs-Spezialisten anbieten. Zusätzlich akquirieren wir ständig neue Partner, vor allem auch kleine spezialisierte Consultingfirmen – wir nennen sie „Boutiques“ – insbesondere aus dem Enterprise Management & Automation Umfeld.

ITB: Auf den unbefangenen Beobachter wirkt die Preis- und Lizensierungspolitik von VMware etwas verwirrend. Mal wird per Anzahl der Cores oder vRAMs abgerechnet, mal per Nutzer oder virtueller Maschinen lizensiert. Warum ist dies so unübersichtlich?

Gegg: Die vCloud Suite wird pro Prozessor, beziehungsweise pro Socket lizenziert. Das darf nicht mit der VMware vCenter Operations Management Suite verwechselt werden, welche auf zwei verschiedene Arten lizensiert werden kann. Zum einen kann sie pro Prozessor lizenziert werden als Teil der vCloud Suite und pro virtueller Maschine oder physikalischem Server. Besonders interessant ist, dass die Foundation Edition (Monitoring von Leistung und Zustand von vSphere) in vSphere ohne zusätzliche Kosten bereits enthalten ist.


Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 36404310) | Fotos: VMware

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