Deutsche Niederlassung könnte profitieren

Update: Microsoft streicht Stellen

| Autor / Redakteur: dpa / Sylvia Lösel

Wer genau vom geplanten Stellenabbau betroffen ist, wurde noch nicht bekannt.
Wer genau vom geplanten Stellenabbau betroffen ist, wurde noch nicht bekannt. (Bild: Pixabay / CC0)

Im Rahmen der Ausrichtung auf Cloud-Dienste strukturiert der Software-Riese aus Redmond um. Das bedeutet offenbar für Mitarbeiter, die im Verkauf und außerhalb der USA tätig sind, ein erhöhtes Risiko, den Job zu verlieren.

Microsoft steht laut einem US-Medienbericht vor weiteren deutlichen Personaleinschnitten. Der IT-Riese wolle im Rahmen eines großen Konzernumbaus mehrere tausend Jobs streichen, meldeten die Nachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmensangaben. CNBC hatte zuvor von 3.000 Stellen berichtet, diese Zahl aber wieder zurückgezogen. Microsoft bestätigte auf Nachfrage einen Stellenabbau, ohne sich jedoch zur Anzahl der wegfallenden Stellen zu äußern. Den Medienberichten zufolge sind vor allem Mitarbeiter im Verkauf betroffen, die außerhalb der USA angestellt sind.

Cloud kostet Jobs

Erst vor wenigen Tagen hatte Microsoft angekündigt, seine Vertriebsorganisation neu aufzustellen, um sich stärker auf das Geschäft mit Cloud-Diensten auszurichten. In US-Medien war in diesem Zusammenhang über einen massiven Stellenabbau spekuliert worden. Insgesamt hatte der Konzern weltweit zuletzt nach eigenen Angaben rund 110.000 Vollzeitbeschäftigte. In den vergangenen Jahren hatte Microsoft bereits Tausende Mitarbeiter entlassen.

Aufruf an Mitarbeiter

Microsoft Deutschland will von der geplanten Neuorganisation des US-Konzerns, die auch Entlassungen vorsieht, kräftig profitieren. Mit der digitalen Transformation entstehe allein in Deutschland ein Marktpotenzial von 32 Milliarden Euro, heißt es in einer E-Mail von Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek an die Mitarbeiter. „Wir werden daran erheblich partizipieren, wenn es gelingt, Microsoft als den Partner erster Wahl zu etablieren.“

Erste Mitarbeiter seien darüber informiert worden, dass ihre Jobs betroffen sein könnten oder wegfallen werden, bestätigte ein Sprecher des US-Unternehmens. Konkrete Zahlen über den Umfang nannte Microsoft jedoch nicht. Der Plan ist, das Geschäft mit großen Unternehmenskunden sowie kleinen und mittelständischen Betrieben neu zu strukturieren. Dabei solle der Fokus mehr auf Lösungen gelegt werden und nicht mehr auf die Anzahl der verkauften Software-Lizenzen. Es gebe einen „ambitionierten Wachstumsplan“, dabei gehe es nicht um Kosteneinsparung, hieß es.

Laut „Seattle Times“ wird die überwiegende Mehrheit der Kündigungen voraussichtlich Mitarbeiter außerhalb der USA treffen. In Deutschland könnten im Zuge der Neuausrichtung dagegen mehr Arbeitsplätze entstehen. „Denn für uns in Deutschland bedeutet das, dass wir unsere gute Position mit zusätzlichen Ressourcen stärken“, sagte Bendiek.

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