Kommentar von Manfred Rosendahl, Orchestra

RAID-Technik von 1987 passt nicht in heutige Storage-Systeme

16.04.12 | Autor / Redakteur: Manfred Rosendahl / Nico Litzel

Einen komplett neuen Weg zeigt EMC mit der Scale-Out-Storage-Plattform Isilon. Jeder Isilon-Node, in der Anzahl mindestens drei, verfügt über Prozessoren, Cache, Memory und Disks. Der Cluster-Verbund basiert im Backend auf Infiniband, das für höchste Übertragungsraten und minimale Latenzen bekannt ist. Die Intelligenz der Plattform liegt im Betriebssystem OneFS.
Einen komplett neuen Weg zeigt EMC mit der Scale-Out-Storage-Plattform Isilon. Jeder Isilon-Node, in der Anzahl mindestens drei, verfügt über Prozessoren, Cache, Memory und Disks. Der Cluster-Verbund basiert im Backend auf Infiniband, das für höchste Übertragungsraten und minimale Latenzen bekannt ist. Die Intelligenz der Plattform liegt im Betriebssystem OneFS.

Manfred Rosendahl, Produktmanager beim Distributor Orchestra, erklärt, wo die Grenzen des RAID-Ansatzes liegen und wie sich EMC Isilon von traditionellen Konzepten löst und in puncto Performance, Kapazität und Datenverfügbarkeit skaliert.

Ende der achtziger Jahre stieß man in der IT auf eine Hürde, die es zu überwinden galt. Die Performance der Prozessoren und des Arbeitsspeichers nahm zu, während einzelne Festplatten zwar von ihrer Kapazität größer, aber in ihrer Geschwindigkeit nur bedingt schneller wurden. Ein Verbund von Festplatten sollte Abhilfe schaffen – geboren war das Redundant Array of Inexpensive Disks, kurz RAID genannt.

Das Verfahren etablierte sich als Standard, wenn es um Leistungssteigerung und Erhöhung der Datenverfügbarkeit geht. So ist es heutzutage in seinen verschiedensten Varianten in jedem Rechenzentrum anzutreffen.

Die Grenzen der bisherigen Technik

Bei jeder RAID-Konfiguration wählt der Storage-Administrator unabhängig vom gewählten Level Festplatten für den jeweiligen Verbund aus. Das heißt, dass jede Harddisk genau einer RAID-Gruppe zugeordnet ist. Hinzu kommen mehrere reservierte Hot-Spare-Festplatten, die im Fehlerfall einspringen können.

Zwei Punkte fallen hierbei auf: Erstens handelt es sich um ein starres Konzept auf Hardware-Ebene, das dem Grundgedanken einer hochgradig virtualisierten IT-Landschaft widerspricht. Zweitens wird die Schutzstufe für eine Anzahl von Festplatten ausgewählt, statt für das eigentlich Schützenswerte, die Daten.

In der Praxis ist das ein Nachteil: Es mangelt an notwendiger Flexibilität – es gestaltet sich schwierig, RAID-Level zu ändern und Speicher zu erweitern. Viele manuelle Schritte sind erforderlich, die den administrativen Aufwand erhöhen. Mit zusätzlichen logischen Schichten versuchen Anbieter die Problematiken zu umgehen, ändern aber konzeptionell nichts am darunterliegenden Grundgerüst aus RAID-Gruppen und schaffen zudem mehr Komplexität.

Ineffiziente Ressourceninseln führen dazu, dass von der Rohkapazität nur ein Bruchteil für die Produktivdaten genutzt wird. Die RAID-Rebuild-Zeiten liegen oft bei über einem Tag, binnen dessen das Risiko von Datenverlust ansteigt. Allesamt nicht mehr zeitgemäß, wenn man parallel das enorme Datenwachstum, das ausgelastete IT-Personal und das knappe Budget betrachtet.

Paradigmenwechsel eingeläutet

Einen komplett neuen Weg zeigt EMC mit der Scale-Out-Storage-Plattform Isilon. Weder gibt es im System eine RAID-Konfiguration oder Hot-Spare-Festplatten noch ein aufwendiges Volume-Management. Im Gegensatz zu traditionellem Scale-Up-Storage, der nur begrenzt skaliert, kennt Isilon keine Architektur aus Storage-Head und Festplatten-Shelf.

Hardwareseitig besteht die Lösung aus einem Cluster von Knoten mit Commodity-Komponenten. Jeder dieser Isilon-Nodes, in der Anzahl mindestens drei, verfügt über Prozessoren, Cache, Memory und Disks. Der Cluster-Verbund basiert im Backend auf Infiniband, das für höchste Übertragungsraten und minimale Latenzen bekannt ist. Die Intelligenz der Plattform liegt im Betriebssystem OneFS. Es stellt genau ein File System bereit, angefangen bei einer Kapazität von 18 Terabyte bis über 15 Petabyte.

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