Interview

Codian macht den Bildern Beine

26.02.2007 | Redakteur: Andreas Bergler

Dirk Heldner, Country Manager DACH bei Codian

Videokonferenzen können immer noch durch eine mangelhafte optische Darstellung der Teilnehmer zu Enttäuschungen führen. Erst richtig schön werden die »virtuellen« Meetings mit der entsprechenden Rechenkapazität im Backbone. Dirk Heldner von Codian erklärt, wie Infrastrukturlösungen den Bildern Beine machen.

ITB: Wie hat sich Codian am Markt für Videokonferenzlösungen entwickelt?

Heldner: Der Gesamtmarkt setzt sich aus sehr unterschiedlichen Produktgruppen und Anbietern zusammen. Neben den eigentlichen Endgeräten gibt es Infrastruktur-Lösungen, die es Unternehmen ermöglichen, komplexe Videokonferenz-Netzwerke aufzubauen und globale Dienste wie Mehrpunktkonferenzen, Streaming und Recording inhouse zur Verfügung zu stellen. Die Produktrange von Codian zielt ausschließlich auf die Infrastruktur. Und derartige Lösungen sind kein Massengeschäft. In den letzten vier Jahren haben wir nicht zuletzt durch einfachste Handhabung und eine optimale Stabilität der Produkte einen erheblichen Marktanteil gewinnen können.

ITB: Wie arbeiten Ihre Infrastruktur-Geräte mit den Produkten anderer Hersteller zusammen?

Heldner: Die Infrastruktur, die wir bereitstellen, ist Hersteller- und Endgeräte-unabhängig. Wir haben neben den Richtlinien der Internationalen Fernmelde-Union auch die proprietären Standards der verschiedenen Endgerätehersteller implementiert und verstehen deren Sprache. Dadurch können wir jedem Teilnehmer die bestmögliche Qualität zur Verfügung stellen.

ITB: Worin bestehen dabei die technischen Herausforderungen?

Heldner: Entscheidend ist die richtige Kombination aus leistungsfähiger Hardware und zuverlässiger Software. Eine doppelt so große Auflösung am Bildschirm erfordert zum Beispiel eine etwa zehnfach höhere Rechenleistung. Diesen Anforderungen werden unsere Systeme im vollen Umfang gerecht. Die Komplexität und damit auch der Rechenaufwand summieren sich in Abhängigkeit von den gewählten Verfahren, die aus der Codierung von Ton, Bild und Daten sowie der AES – bestehen können. Einen wesentlichen Anteil an der Performance hat die Darstellung der Konferenzteilnehmer. Eine einfache Darstellung – beispielsweise der aktuelle Sprecher im Vollbild – ist deutlich weniger aufwändig als geteilte Bilder auf den Monitoren, deren Darstellung von jedem einzelnen Teilnehmer individuell ausgewählt werden kann. Auch für eine hochauflösende Darstellung von 1.280 x 720 Bildpunkten garantieren wir beste Qualität, die von jedem Endgerät verarbeitet werden kann.

ITB: Was erwarten die User von einer Mehrpunktkonferenz?

Heldner: Der Anwender erwartet, dass die Qualität bei einer Mehrpunktkonferenz genauso gut ist wie bei einer einfachen Verbindung zweier Endgeräte – und das bei möglichst unkomplizierter Handhabung. Denn User und Administratoren sollten nicht erst darüber nachdenken müssen, welche technischen Schritte getan werden müssen, bevor sie eine Mehrpunktkonferenz starten können. Die Lösungen von Codian garantieren jedem Teilnehmer einer Konferenz auch bei komplexen Ansprüchen optimale Bedingungen und gleichbleibend hohe Qualität, ohne dass die Anzahl der einzelnen Ports, also der Konferenzteilnehmer, reduziert werden muss.

ITB: Taugen die Lösungen auch für Webkonferenzen?

Heldner: Unsere Multipoint Control Units, kurz MCU, unterstützen mit ihrer Webconferencing-Option auch einfache Elemente webbasierter Arbeitsumgebungen wie Streaming, Chat und Whiteboarding. Im Prinzip ist diese Funktion noch deutlich ausbaubar. Videokonferenzen verlangen jedoch deutlich mehr von der technischen Infrastruktur als Webkonferenzen, weshalb wir uns entschieden haben, mit unseren Produkten hauptsächlich den anspruchsvolleren Markt zu bedienen.

ITB: Wie können Reseller von Videokonferenzen profitieren und wie unterstützen Sie sie?

Heldner: Die meisten Reseller haben sich zumindest im Groben schon einmal mit dem Thema Videokonferenz auseinandergesetzt, weshalb wir gewisse Grundlagen im Handel voraussetzen können. Mit unseren Lösungen können Reseller immer dann einsteigen, wenn aus der einfachen Punkt-zu-Punkt-Kommunikation eine hochwertige, unkompliziert bedienbare Mehrpunktkonferenz werden soll. In Deutschland verfügen wir über eine Betriebsstruktur mit vier Systemhäusern. Treten kleinere Händler an uns heran, können wir sie in unser Programm integrieren und ihnen zudem, falls erforderlich, Projektpartner zur Seite stellen, die sich auf Videokonferenzen spezialisiert haben.


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