17.10.11 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Stefan Riedl

Statt zehn Stunden mit dem Patchen von Systemen in der Woche nur noch zwei Stunden beschäftigt sein. Ein Referenzkunde von Dell beschrieb das als einen der Vorteile, den seine Kace-Appliance brachte. IT-BUSINESS zeigt, wie auch Reseller ihr Tagesgeschäft erleichtern können – und zwar herstellerneutral.
Fernwartung und System-Management haben die Administration von Firmennetzwerken und Arbeitsplätzen in den letzten Jahren stark vereinfacht. Muss tatsächlich einmal zum betroffenen Rechner gegangen werden, wird inzwischen über das vorhandene „Turnschuh-LAN“ gewitzelt.
In diese Kerbe schlägt die System-Management-Lösung Kace aus dem Hause Dell. Wohlgemerkt handelt es sich dabei um eine Lösung, die zwar von Dell angeboten wird, jedoch herstellerübergreifendes System-Management ermöglicht. Adressiert werden also auch Systemhäuser, Reseller und Endkunden, die sonst keine Dell-Produkte im Einsatz haben. Auch hinsichtlich der Betriebssysteme ist Kace offen: Ob Windows, Mac oder Linux – entsprechende Systeme werden verwaltet. Die Kace-Appliances sind allein schon wegen ihres Funktionsumfanges eher für größere Unternehmen ausgelegt.
Kace wird in der Regel im Paket mit einer Hardware-Appliance ausgeliefert, das System kann aber auch „als Software-Produkt“ innerhalb einer virtuellen Infrastruktur betrieben werden. Basis für letztere bietet das VMware-Umfeld. Das Spektrum reicht von der erstmaligen Bereitstellung des Server-Betriebssystems über die Geräteerkennung und Inventarisierung, die Software-Verteilung, die Bestandsverwaltung und die Patch-Verwaltung bis zur Umsetzung von Sicherheitsrichtlinien und der Sicherheitsprüfung. Nachdem Kace vor geraumer Zeit das Portal Appdeploy.com übernommen hat, greift Kace über die reguläre Benutzeroberfläche auf dessen Community-Inhalte zu. Insbesondere die entsprechenden Command-Lines, die die Verteilung verschiedener Applikationen über das Netzwerk anstoßen, helfen, zusammen mit Ausführungshinweisen zur Bereitstellung im Administratoren-Alltag, erläuterte Thomas Ermann, Sales Engineer für Kace bei Dell.
Nun gibt es Kace-Systeme in beiden Ausführungen (siehe Kasten) auch in Deutsch. Mit diesen neuen Sprachversionen trägt Dell dem enormen Erfolg des Tools in den letzten Jahren Rechnung, erläutert Dirk Schepanek, Brand Manager für die Kace-Produkte. Konkrete Umsatzzahlen dürfe er nicht nennen. Aber seit 2003 habe sich der Umsatz mit Kace jedes Jahr verdoppelt. Vom Jahr 2004, dem Jahr der Übernahme durch Dell, zum Jahr 2005 sei der Umsatz mit den System-Management-Lösungen sogar vervierfacht worden.
Diese Erfolgsgeschichte könne letztlich an der intuitiven Bedienbarkeit der Tools festgemacht werden. Zudem lasse sie sich in der Regel in weniger als einem Tag installieren.
Bei der Azur Space Solar Power GmbH in Heilbronn, sind sowohl die K1000-Verwaltungs-Appliance, als auch die K2000-Bereitstellungs-Appliance im Einsatz. Dort geht es vor allem um die Software-Verteilung sowie das Image- und Patch-Management. „Viele Lösungen konzentrieren sich auf Windows-Aktualisierungen. KACE K1000 automatisiert die Patch-Installation für Acrobat, Java und viele andere Plattformen“, lobt Martin König, IT-Leiter bei der Firma. „Es muss lediglich das zu aktualisierende Produkt ausgewählt werden, und KACE erledigt den Rest“. Vorher habe ein Administrator zehn Stunden pro Woche mit der Patch-Installation auf Clients verbracht, so König. Der Aufwand habe sich durch die K1000-Appliance um etwa 80 Prozent verringert. □

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