Open-Source-basierte Bundle-Lösung von Magirus

OpenV3: Datacenter auf Basis von Cisco, EMC und Red Hat für SMBs

10.05.2011 | Redakteur: Regina Böckle

OpenV3 vereint Technologien von Red Hat, Cisco und EMC in einer vorinstallierten Infrastruktur-Lösung.

Magirus stellt Vertriebspartnern mit „OpenV3“ jetzt integrierte Open-Source-Datacenter-Lösungen für SMBs zur Verfügung, die auf Servern und Netzwerkkomponenten von Cisco, VNX-Storage von EMC und Red Hat Enterprise Virtualisierung (RHEV) inklusive Single-Support basieren.

Vorgefertigte Rechenzentren, die zertifiziert und für kleine Unternehmen finanzierbar und sofort einsetzbar sind – um beispielsweise eine Zweigstelle schnell mit der notwendigen IT-Infrastruktur auszustatten – das war der Leitgedanke von Magirus bei der Entwicklung der „OpenV3“-Lösungen. Im Unterschied zu den bereits im Herbst 2010 vorgestellten „vBundles“, die VMware als Virtualisierungs-Lösung einsetzt, sind die „OpenV3“-Pakete mit der Open-Source-Lösung Red Hat Enterprise Virtualizing Software (RHEV) ausgestattet.

„Damit lassen sich auch die Kunden ansprechen, die Linux-Lösungen bisher nicht als Fokusthema adressiert haben. Denn Magirus stellt das komplette Bundle bereit, der Partner muss nur noch die gewünschten Service-Level-Agreements fest vereinbaren. Die Wahl des optimalen Betriebssystems für seine systemkritischen Anwendungen bestimmt weiterhin der Endkunde. Einen Migrationspfad seiner bisherigen Virtualisierungslösung hin zu RHEV liefert Red Hat mit“, benennt Oliver Pudwell, Account Manager bei Magirus, die Vorteile.

Auf alle OpenV3-Modelle gewähren die beteiligten Hersteller drei Jahre Garantie. Dementsprechend bietet Red Hat auch für die in OpenV3 integrierte Virtualisierungslösung den vollen Premium-Support im Rahmen des üblichen Subscription-Modells.

OpenV3: drei Varianten

  • Das Einstiegsmodell (OpenV3 Entry Level) eignet sich bereits für Unternehmen mit 20 virtuellen Maschinen.
  • Das Midsize-Modell adressiert mittelständische Unternehmen mit Wachstumspotenzial, die etwa 50 virtuelle Systeme im Einsatz haben.
  • Die High-Level-Variante empfiehlt sich für gehobene Mittelstandsfirmen mit 100 virtuellen Maschinen, die noch Luft nach oben brauchen – ebenso wie für Vertriebspartner, die ihren Kunden Hosting-Dienstleistungen anbieten.

„Diese 100 virtuellen Gäste bei den Midsize- und High-Level-Varianten sind jedoch nur ein Richtwert. Der Kunde kann weiter skalieren. Das ist insbesondere für Mittelstandsunternehmen wichtig, um für die Zukunft flexibel zu bleiben“, merkt Rainer Liedtke an, Sales Manager Channel and Territories bei Red Hat Deutschland. Darüber hinaus sei durch die Open-Source-basierte Technologie eine höhere Flexibilität gegeben, die sowohl den Partnern als auch den Kunden mehr Freiheit bei der Wahl ergänzender Lösungen gebe.

Ab Version 3 soll RHEV außerdem alle gängigen Hypervisoren unterstützen und so die Migration erleichtern.

Anpassungen möglich

Die OpenV3-Pakete lassen sich obendrein individuell aufrüsten, beispielsweise mit weiteren Festplatten, Ports, Servern, Racks und zusätzlichem Arbeitsspeicher.

„Magirus führt bei allen gewählten Konfigurationen Basis-Hardware-Tests im hauseigenen Assemblierungs-Zentrum in Straßburg durch. Partner haben die Möglichkeit, per VPN-Zugriff zusätzliche, gewünschte Installationen remote vorzunehmen, beispielsweise die Clients aufzuspielen und mit ihren Kunden die Demo-Version durchzutesten“, erläutert Sascha Pfeiffer, Channel Development Manager Cisco bei Magirus. Auf Wunsch des Partners werden die vorkonfigurierten Systeme in seinem Namen, mit seinem Logo und seinem Lieferschein direkt an den Endkunden geliefert.

„Es ist denkbar, dass wir künftig auch noch eine Monitoring-Lösung in OpenV3 integrieren“, kündigt Pfeiffer an.

Support-Services und Wartung

Für die vBundles ebenso wie für OpenV3 bietet Magirus über den Dienstleister Data-Opt einen Single Support für den gesamten Rechenzentrums-Stack. Die Service-Level-Agreements sind frei wählbar. Während der ersten drei Monate übernimmt Magirus den Support und das Trouble-Shooting. „Sollte es bei der Installation Probleme geben, sind wir solange an Bord, bis das System läuft“, betont Pfeiffer. Auch in puncto Vermarktung greift der Distributor den Partnern unter die Arme: „Wir helfen bei allen Aspekten der Angebotserstellung, um so den Aufwand für den Partner möglichst gering zu halten“, erklärt Pudwell.

Obendrein versieht Magirus die OpenV3-Flyer mit Logos und Kontaktdaten des Partners und stellt bei Veranstaltungen Personal und Demo-Geräte.

Einsatz-Szenarien

OpenV3 eignet sich für Unternehmen, die zusätzliche Kapazitäten für virtuelle Anwender benötigen ebenso wie für Firmen, bei denen eine Hardware-Erneuerung, eine Software-Umstellung oder die Einrichtung von Zweigstellen ansteht. „So kann zum Beispiel in der Niederlassung das OpenV3-Entry-Modell eingesetzt werden und in der Zentrale die Midsize- oder die High-End-Variante“, führt Pudwell aus. Interessant ist das Modell auch für jene Kunden, die ihre IT-Infrastruktur zukunftsfähig ausrichten möchten und nach einem gangbaren Weg in die Private Cloud suchen. „OpenV3 lässt sich aufgrund der offenen, standardisierten Schnittstellen leicht in die bestehende Landschaft integrieren, so dass der Kunde schrittweise sein neues Datacenter, seine private Cloud aufbauen kann. Denn uns allen ist klar, dass kaum ein Unternehmen sein komplettes Rechenzentrum ausräumen wird, nur um OpenV3 einzusetzen“, so Pfeiffer.

Aber auch neue gesetzliche Auflagen an die IT-Abteilung, zum Beispiel mit Blick auf die Datenspeicherung, kann Resellern hier die Tür zu neuen Projekten öffnen.

„Ein attraktiver Selling Point für OpenV3 liegt darin, dass die Lizenzierung nicht auf Prozessor-, sondern auf Rechnerbasis erfolgt. Wenn man bedenkt, dass die meisten der modernen Rechner mit zwei oder mehr Prozessoren ausgestattet sind, kann man sich die Kosteneinsparungen leicht vorstellen. Besonders am oberen Ende des Marktsegments lassen sich damit enorme Kosten einsparen,“ erklärt Christian Magirus, Executive Vice-President & COO von Magirus.

SMB entdeckt Open Source

Historisch ist Red Hat im Enterprise-Markt gesetzt, nicht zuletzt, weil hier Performance und Skalierbarkeit eine elementare Rolle spielen – noch weit vor dem Argument Preis. Dagegen schielten die SMB-Kunden bislang eher nach dem Preis. Aus Sicht des Red-Hat-Managers Rainer Liedtke ändert sich das: „Anforderungen an die IT-Infrastruktur steigen auch bei SMB-Firmen. Und so verlangt der Mittelstand nach Open-Source-Lösungen, weshalb für uns das OpenV3-Modell äußerst interessant ist. Die Entwicklung des Linux-Markts beweist, dass Offenheit, Skalierbarkeit und günstiger Preis sich langfristig durchsetzen. Diese Entwicklung lässt sich auch bei der Virtualisierung nicht aufhalten.“

Basis für Private-Clouds

„Durch die Integration des von Red Hat inititerten Deltacloud-Projekts wird der Kunde die Möglichkeit haben, unsere Plattform auch als Basis für IaaS- und PaaS-Umgebungen zu verwenden. Das macht OpenV3 zum idealen Bundle für Hostingprovider“, sagt Liedtke. Außerdem skaliere RHEV besser als VMware, so der Manager: „RHEV erlaubt mehr virtuelle CPUs, mehr Gäste pro Host, mehr Speicher pro Gast und Host, und ermöglicht am Ende eine bessere Performance der Gäste.“

Abgrenzung von OpenV3 zu Vblocks und vBundles


Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Spamschutz 

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2051138) | Archiv: Vogel Business Media

Themen-Newsletter IT-BUSINESS Themen-Update Software abonnieren.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Wenn Sie wichtige Nachrichten in Zukunft nicht verpassen möchten, dann versorgen wir Sie über unseren Themenkanal-Newsletter gerne direkt mit den aktuellsten News und Fachbeiträgen aus diesem Themenumfeld. Jetzt abonnieren!

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
Abonnieren Sie unseren Newsletter

Zum Beispiel-Newsletter

Abonnieren Sie den täglichen Newsletter IT-BUSINESS Today!

Sie erhalten kostenlos und pünktlich jeden Morgen und Mittag die aktuellsten News, Hintergründe und Personalien aus dem IT-Markt.

>> Hier geht es weiter zur Registrierung