Essentials-Version geht neue Wege

Microsoft Small Business Server 2011 und die große Cloud

10.12.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Dietmar Meng ist Product Marketing Manager bei Microsoft Deutschland.

Wenn es um das neue Bereitstellungsmodell Cloud Computing geht, kann es schon mal emotional werden. Auch in Reseller-Kreisen wird diskutiert, inwieweit durch IP-basierte Software-Bereitstellung insgesamt bislang vergütete Wertschöpfung aus dem Channel genommen wird.

Demnächst bringt Microsoft die 2011er-Versionen des Small Business Servers (SBS) auf den Markt. Diese wichtige Server-Software im Markt ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich klassisches Reseller-Geschäft durch Cloud-Ansätze auch erweitern kann. IT-BUSINESS sprach mit Dietmar Meng, der als Produktmanager Windows Server und Small Business Server bei Microsoft arbeitet.

Während die Standard-Version mit einem integrierten Exchange-Server aufwartet und noch im Dezember an OEM-Partner ausgeliefert wird, spielen in der Essentials-Version Cloud-Dienste eine zentrale Rolle.

Microsoft-Server im Überblick

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Kategorien bei Server-Produkten aus dem Hause Microsoft: „Server-Betriebssysteme“ und „integrierte Lösungen“.

Server-Betriebssysteme decken hierbei den Bedarf größerer Unternehmen ab. Aktuell gibt es Windows Server 2008 R2 in den Versionen „Standard“, „Enterprise“ und „Datacenter“.

Integrierte Lösungen sind der Windows Server Home (für bis zu drei Nutzer) und demnächst der Windows Small Business Server 2011 in den Varianten „Essentials“ und „Standard“. Die beiden Business-Versionen gibt es gegenwärtig auch in der 2008er-Version. Die nun veröffentlichte Roadmap sieht vor, dass für die Standard-Version noch im Dezember die so genannte RTM-Verfügbarkeit (Ready to Manufactoring) hergestellt wird. Das bedeutet, dass die Server-Software an OEM-Partner zur Vorinstallation ausgeliefert wird. Die Version „Essentials“ soll im ersten Halbjahr 2011 verfügbar werden.

Mit der Essentials-Version adressiert Microsoft Unternehmen mit bis zu 25 Nutzer, die Standard-Version ist auf bis zu 75 Nutzer ausgelegt. Zu den wichtigsten Unterschieden zählt außerdem, dass die Version „Standard“ mit einem Exchange-Server daher kommt.

Die Essentials-Version verfügt über die Option, stattdessen Cloud-Dienste zu integrieren. Konkret gemeint ist das Büropaket „Office 365“, welches demnächst die BPOS (Business Productivity Online Suite) ablösen wird. Office 365 umfasst unter anderem Exchange Online, Sharepoint Online und Lync Online (für Collaboration) sowie Office Web Apps. CRM Online ist zum Start noch nicht dabei, wird dem Cloud-Portfolio aber im kommenden Jahr hinzugefügt. Auch Intune kann hier integriert werden, das ist eine Software für System-Management und Desktop-Verwaltung inklusive Security.

Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr zum Marktpotenzial und integrierten Cloud-Diensten.

Geschäftschancen im Microsoft-Channel

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