Tochterfirma der ThyssenKrupp Steel Europe AG virtualisiert Desktops

VMware View läutet das Ende der PC-Ära bei Rasselstein ein

26.07.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Rasselstein in Andernach am Rhein: Am weltgrößten Produktionsstandort für Verpackungsstahl wurden 2005 neue Anlagen in Betrieb genommen.

Bei Rasselstein, einer der drei größten Verpackungsstahl-Produzenten Europas, stellen rund 2.400 Mitarbeiter jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Verpackungsstahl für 400 Kunden aus 80 Ländern her. Virtualisierte Desktops sichern hier die Arbeitsplätze.

Die stetig wachsenden Datenmengen sowohl bei Produktions- als auch Dokumentations- und Verwaltungsprozessen stellten die IT-Abteilung der Rasselstein GmbH vor immer neue Herausforderungen. Das starke Wachstum der Server-Landschaft und der damit verbundene hohe Administrationsaufwand führten im Jahr 2006 zur Untersuchung verschiedener Virtualisierungs-Lösungen. 2007 wurde die komplette Serverlandschaft mit VMware Infrastructure 3, ESX Version 3.5, virtualisiert, flexibilisiert und hochverfügbar gemacht. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse – Reduzierung der physikalischen Server um 90 Prozent, Hochverfügbarkeit, erheblich weniger Wartungsaufwand, Reduzierung der Kosten für Energie und Storage – entschied sich das IT-Team um Josef Blank, Leiter Zentrale Systeme der Rasselstein GmbH, 2009 den Erfolgskurs auch bei den Desktops fortzusetzen.

Allerdings vertraute man dabei nicht blind auf den Virtualisierungs-Marktführer, sondern setzte sich dabei auch mit Wettbewerbern auseinander. Nach einer ausgiebigen Informations- und Entscheidungsfindungsphase und dem Aufbau zweier Testumgebungen entschied sich das Projektteam um Claus Deptalla, Gruppenleiter Desktopmanagement, aber mit einem klaren Votum für die Desktop-Virtualisierung mit VMware View 3.

Ergänzendes zum Thema

Das Projekt

Wesentlich dazu beigetragen hat aber auch das perfekte Zusammenspiel mit dem Betriebssystem eLux: „Die virtuelle Desktop-Infrastruktur von VMware zusammen mit dem Elux von Unicon Software ist für uns als Kunde ideal. Wir können uns da momentan auf dem Markt nichts Besseres vorstellen. Wir haben mit dem eLux auch eine ganz einfache, rudimentäre Management-Oberfläche, um die Frontends zu managen; beide Lösungen arbeiten da sehr gut zusammen“, so das Fazit von Deptalla.

Goldenes Image für alle User plus individuelle Add-ons

Die Desktop-Infrastruktur des Weißblech-Produzenten Rasselstein unterscheidet sich nicht sonderlich von der von anderen Unternehmen:

Auf der Serverseite liegen neben File Shares und einem SAP-System noch einige andere Systeme. Auf der Arbeitsplatz- beziehungsweise Applikations-Seite gibt es eine Standard-Desktopeinrichtung, die für jeden User vorliegt: Windows Betriebssystem, Microsoft Office, SAP GUI, Adobe Acrobat Reader, Internet Explorer – das übliche eben. Darauf basiert das Standard Image („Goldenes Image“). Das heißt, jeder Arbeitsplatz sieht von Grund auf gleich aus, wenn er gestartet wird.

Hervorragende Arbeitet leistet hierbei der in VMware View integrierte Composer: Er optimiert das Image-Management für virtuelle Desktops, ohne die benutzerseitige Personalisierung zu beeinträchtigen. Mit dem View Composer lässt sich schell und unkompliziert ein Master-Image erstellen und an die Anwender im Unternehmen in Minutenschnelle ausrollen. Mit seiner Hilfe können so genannte „Linked Clones“ regelmäßig auf den Ursprungszustand zurückgesetzt werden, wodurch immer wieder Speicher-Ressourcen frei werden. Außerdem können separate Bereiche für Benutzerdaten und Profile einfach verwaltet werden.

Dann kommen für einige Arbeitsplätze noch individuelle Einrichtungen und Applikationen dazu, wie etwa Distributionsprogramme, verschiedene Zeichenprogramme, Viewer oder auch ein Essenskarten-System. Summa summarum sind das in etwa 40 Applikationen, die die IT-Administratoren als Add-ons an den individuellen Arbeitsplatz dazu geben – je nachdem, was die User brauchen.

Dank der in View integrierten Thinapp Funktion müssen die IT-Mitarbeiter das jetzt nicht mehr händisch und vor Ort machen, sondern können das in zirka 99 Prozent der Fälle über die Active Directory steuern. Das spart nicht nur erheblich Zeit, sondern auch Nerven: „Fällt ein Arbeitsplatz aus, investieren wir jetzt noch maximal fünf bis zehn Minuten, um den Fehler zu suchen. Wenn wir das nicht in dieser Zeit hinkriegen, löschen wir den virtuellen Desktop und setzen ihn komplett neu auf. Das dauert nicht mal 15 Minuten, dann sind mit Standard-Image plus alle Zusatz-Applikationen wieder für den User verfügbar, und wir mussten an dem Desktop nicht mal direkt tätig werden“, so Deptalla.

Thinapp ist von vornherein im View-Paket enthalten. Die Applikationsvirtualisierungs-Software wird zentral vom Rechenzentrum bereitgestellt und muss nicht extra ausgerollt werden.

Wie der PC aus dem Unternhemen verschwand, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: VMware View läutet das Ende der PC-Ära bei Rasselstein ein
  • Seite 2: Ablösung des PC

»1 »2 nächste Seite


Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Spamschutz 

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2044928) | Archiv: Vogel Business Media

Themen-Newsletter IT-BUSINESS Themen-Update Software abonnieren.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Wenn Sie wichtige Nachrichten in Zukunft nicht verpassen möchten, dann versorgen wir Sie über unseren Themenkanal-Newsletter gerne direkt mit den aktuellsten News und Fachbeiträgen aus diesem Themenumfeld. Jetzt abonnieren!

* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung und AGB einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
Dell Venue Pro Tablets: Systemhäuser sind überzeugt







Mit dem Venue 8 Pro und dem Venue 11 Pro hat Dell jüngst neue Tablets für das Businessumfeld präsentiert. Erste Systemhäuser haben die Geräte nun unter die Lupe genommen und sehen zusätzliches Umsatzpotenzial. Lesen Sie das Online-Advertorial

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Zum Beispiel-Newsletter

Abonnieren Sie den täglichen Newsletter IT-BUSINESS Today!

Sie erhalten kostenlos und pünktlich jeden Morgen und Mittag die aktuellsten News, Hintergründe und Personalien aus dem IT-Markt.

>> Hier geht es weiter zur Registrierung