Datenbanken und Datenanalyse

Microsoft pflügt mit SQL Server 2008 R2 und Power-Pivot den Datenbank- und BI-Markt um

22.04.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Microsoft SQL Server 2008 R2 sorgt im Datenbank-Segment kurz vor Auslieferung für Furore.

Im Datenbank-Markt ist Bewegung. Software-Riese Microsoft liefert den SQL Server 2008 R2 aus und bringt mit „Power-Pivot“ ein spannendes Analyse-Add-In auf den Markt, das Excel-2010-Nutzer kostenfrei herunterladen können. Der Hersteller will auch von der Verunsicherung im Channel nach der Übernahme von Sun durch Oracle profitieren.

Der SQL Server 2008 R2 ist nun fertiggestellt und wird ab Mai an den Microsoft-Channel ausgeliefert.

Die neue Microsoft-SQL-Version verfügt über einige neue Funktionen und Tools. So wurde SQL Server 2008 R2 mit neuen Datenintegrations- und –transformations-Werkzeugen ausgerüstet. Zudem wurde ein Data-Warehouse-Ansatz und eine Möglichkeit zur multidimensionalen Analyse implementiert – Funktionen, die in das Segment „Business Intelligence“ fallen.

Darüber hinaus unterstützt die Funktion „SQL Server Master Data Services“ die Datenkonsistenz in heterogenen Systemen. Es wurde also eine Stammdatenverwaltung integriert. Die Funktion „SQL Server Streaminsight“ ermöglicht hochskalierbare, komplexe Event-Stream-Bearbeitung. Die Technologie dient der Visualisierung und Abspeicherung von Ereignissen für ereignisgesteuerte Middleware. In diesen Bereich fallen Szenarien, bei denen Daten in Echtzeit bereitgestellt und ausgewertet werden, beispielsweise, wenn im Supermarkt Informationen aus RFID-Chips ausgelesen und verarbeitet werden, oder bei der Verarbeitung von Bauteilen in der maschinellen Fertigung.

Data Warehousing leicht gemacht

Das neue SQL-Produkt aus dem Hause Microsoft unterstützt Hardware-Umgebungen mit bis zu 256 logischen Prozessoren. Die später folgende Version „SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse“ ermöglicht ein Data-Warehousing-Konzept, bei dem ein zentraler Daten-Pool aus verschiedenen externen Quellen gespeist wird. Insbesondere im Bereich von Business-Intelligence-Anwendungen im Allgemeinen und Data-Mining im Besonderen sind Data Warehouses Teil der zugrunde liegenden Datenorganisation.

Skaliert werden kann hier auf bis zu mehrere hundert Terabytes an Daten.

Administratoren können mit der Software multiple Datenbankanwendungen, -Instanzen oder -Server zentral überwachen und verwalten. Donald Farmer, SQL-Spezialist bei Microsoft, betont daher, dass der SQL Server 2008 R2 nicht nur als Datenbank verstanden werden soll, sondern auch ein Instrument für Virtualisierung und Business Intelligence darstellt.

Echtzeit-Analysen

Donald Farmer erläuterte auf einer Microsoft-Veranstaltung, welche Szenarien die Möglichkeit der Datenverarbeitung in Echtzeit in Kombination mit Business Intelligence ermöglicht. Ohne dieses Konzept steht in einem Fertigungsbetrieb beispielsweise folgende Information zur Verfügung: „Maschine A steht nach einer Fehlfunktion still“. Mit diesem Konzept wird daraus: „Maschine A steht nach einer Fehlfunktion still, nachdem sie zuvor zwei Minuten auf maximaler Verarbeitungsgeschwindigkeit lief“.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu Power-Pivot und zur Migrationsunterstützung.

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