09.12.2010 | Autor / Redakteur: Sonia R. Lelii, SearchStorage.com / Nico Litzel

F5 Networks erweitert das Angebot um den ARX Cloud Extender, der die Dateivirtualisierungsplattform des Herstellers mit Cloud Services verbindet. Ebenfalls neu: ein Open Files Services API und eine virtuelle ARX-Appliance.
Der ARX Cloud Extender, die iControl Storage Management APIs und die ARX Virtual Edition (VE) basieren auf Technik des 2007 übernommenen Unternehmens Acopia Networks. Der ARX Cloud Extender setzt keine ARX-Appliances voraus, denn bei diesem Produkt handelt es sich um eine Anwendersoftware, die als Gateway für Cloud Services fungiert.
Die Software läuft auf einem lokalen Server und ermöglicht es Anwendern, Daten zu selektieren und dynamisch in die Cloud zu verlagern. Der Cloud Extender unterstützt File und Object Storage und eignet sich für Cloud-Storage-Dienste wie Amazon S3, Iron Mountains Virtual File Store (VFS) oder NetApp StorageGRID.
„Diese Software unterscheidet sich von unseren ARX Appliances“, erklärt Nigel Burmeister, Director Produktmarketing bei F5. „Sie bietet einen nativen Multivendor- und Mutiplattformsupport. Heute sprechen die meisten dateibasierenden Computerdaten NFS oder CIFS. Cloud Storage ist aber für gewöhnlich objektbasierend. Jetzt gibt es eine Übersetzungssoftware, die als Gateway eingesetzt werden kann. Das ist ein heterogenes Gateway, das Cloud Storage ermöglicht und zugleich auch mit anderen Formen von NAS zusammenarbeitet.“
Laut Rick Villars, Vizepräsident Storage und IT-Strategien beim Marktforscher IDC, legen Anwender ihre Daten entweder auf ein NAS-System oder in die Cloud. „Sie sind gezwungen, eine harte Entscheidung zu treffen“, sagt Villars. „Der [ARX Cloud] Extender erlaubt es ihnen nun, beides zu machen. Er vereinfacht es, die Cloud nahtlos in Content-Management-Anwendungen zu integrieren, ohne dabei große Rekonfigurationen vornehmen zu müssen.“
Auch die ARX Virtual Edition trennt die Virtualisierungssoftware von den ARX Appliances und erlaubt es OEMs, sie als reines Softwareprodukt oder aber installiert auf einem Server oder auf einer anderen Appliance zu verkaufen. ARX VE ist zu VMware-Hosts kompatibel und Herstellerangaben zufolge ideal für Zweigstellen und kleinere Unternehmen geeignet.
„Man kann nun die Intelligenz und die Funktionen von ARX herunterladen und ARX ohne die Appliance betreiben“, verdeutlicht Burmeister. „Man kann das zur Dateivirtualisierung ohne Appliance einsetzen und es auf jeden beliebigen VMware-Host laden.“
Das iControl Storage Management API ermöglicht es sowohl F5 Networks als auch Drittanbietern, die ARX-Dateivirtualisierungstechnik in andere Anwendungen zu integrieren. Burmeister zufolge können die Partner über das API die Fähigkeiten der ARX, Änderungen am Dateisystem aufzuspüren, in Anwendungen von Drittanbietern integrieren, etwa in Suchindex-, Backup-, Auditing- oder Quota-Management-Tools. Unterstützt werden Entwicklungssprachen wie .NET, Java und Python.
„Hier sind eine Menge High-Level-Anwendungen das Ziel, etwa Content Management, E-Mail oder Tools zur Abrechnung“, erklärt Villar von IDC und fährt fort: „So wollen sie es einfacher machen, Applikationen wie einen gemeinsamen Mechanismus, mit gemeinsamen Policies über alle Anwendungen hinweg, zu entwickeln.“
Das iControl File Services API ist ab sofort verfügbar. Es ist ein Bestandteil der ARX-Plattformen von F5 Networks. Der ARX Cloud Extender soll gegen Jahresende auf den Markt kommen und mit der ARX Virtual Edition ist im ersten Quartal 2011 zu rechnen.
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