Interview-Reihe zur Lage der Software-Branche

Open-Xchange konsolidiert Social Networks

18.11.2009 | Redakteur: Stefan Riedl

Rafael Laguna ist CEO von Open-Xchange.

In diesem Teil der Software-Interview-Reihe von IT-BUSINESS steht Rafael Laguna Rede und Antwort. Laguna ist CEO von Open-Xchange, einem Anbieter von Kommunikations-Software. Er gibt Auskunft zu den wichtigsten Trends im Software-Markt, beispielsweise über den Einfluss von Cloud Computing, die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und das Zusammenwachsen verschiedener Anwendungen.

ITB: Welche wichtigsten Trends bestimmen gegenwärtig das Marktumfeld oder spielen in Zukunft eine große Rolle?

Laguna: Für uns sind zwei Trends relevant: Zum einen ist da die Verschiebung von selbst gemanagten Installationen zu Software as a Service. Ich bin davon überzeugt, dass in den nächsten zehn Jahren der größte Teil der Applikationen von Privatanwendern und kleinen Unternehmen von den Desktops in die Cloud verlagert werden. Und zum anderen müssen wir für die rasant wachsende Akzeptanz von mobilen Applikationen im Geschäftsleben passende Lösungen bieten. Hier haben „Handcomputer“ wie beispielsweise das iPhone in Verbindung mit der Verfügbarkeit von UMTS und WLAN in den letzten zwei Jahren einen riesigen neuen Markt entstehen lassen.

ITB: Welchen Einfluss hat das Thema Cloud Computing auf das Marktumfeld?

Laguna: Wir sind mit Open-Xchange Software-as-a-Service-Pionier. Schon 2006 haben wir die Neuentwicklung unseres Produkts für den Einsatz in der Cloud ausgerichtet. Im Februar 2007 sind wir bereits mit dem größten Hoster der Welt, 1&1 Internet, live gegangen. Wir glauben, dass Open-Source-Software, die auf die hohe Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Integrierbarkeit von Cloud-Plattformen und -Angeboten ausgerichtet ist, aber gleichzeitig auch in einer traditionellen On-Premises-Installation eingesetzt werden kann, die Zukunft gehört. Nur so können alle Bedenken bezüglich des Cloud Computings ausgeräumt werden, da der Anwender alle Entscheidungsfreiheiten behält.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Einfluss der Wirtschaftskrise und zum Zusammenwachsen von Anwendungen.

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