05.08.2008 | Redakteur: Stefan Riedl
Aus Performance-Gründen wachsen im Business-Intelligence-Umfeld gegenwärtig Hardware und Software zu Data-Warehouse-Appliances zusammen. Auf dem deutschen Markt formiert sich gerade die Firma »Netezza«. Country Manager Bernard Doering baut den indirekten Vertrieb auf.
Kult-Autor Douglas Adams beschreibt in seinem Buch »Per Anhalter durch die Galaxis«, wie der Supercomputer »Deep Thought« ganze 7,5 Millionen Jahre rechnet, um die Antwort auf »die Frage nach dem Leben, dem Universum und den ganzen Rest« zu ermitteln. Sie lautet: »42«.
So lange Rechenzeiten sind bei heutigen Business-Intelligence-Anwendungen noch nicht aufgetreten. Die wachsende Anzahl an internen und externen Daten in den Data Warehouses sowie die Auslagerung einzelner Datensegmente auf Data Marts hat jedoch dazu geführt, dass die Rechenzeiten immens angestiegen sind. In entsprechenden Abteilungen werden inzwischen gerne Deep-Thought-Vergleiche gezogen: »Ist die Quartalsauswertung fertig?« – »Ja, es kam 42 raus.«
Um die Performance-Probleme in den Griff zu bekommen, setzen sich inzwischen Lösungen durch, bei denen rechen- und speicherstarke Hardware mit einem Linux-Betriebssystem und einer Datenbank verschmelzen. Auf diese so genannten »Data-Warehouse-Appliances« greifen externe Business-Intelligence-Applikationen auf die Daten zu, über JDBC- (Java Database Connectivity), ODBC- (Open Database Connectivity) und SQL- (Structured Query Language) Schnittstellen.
Gewissermaßen ist dieser Ansatz gleichbedeutend mit »Back to the Roots«, denn wenn in den 80er Jahren im Mainframe-Umfeld große Mengen an Unternehmensdaten ausgewertet wurden, waren Hardware, Datenbank und Business-Intelligence-Software auch noch in einer Maschine vereint. Später erst wurden die Komponenten voneinander getrennt und jede für sich weiter entwickelt. Die genannten Performance-Probleme haben inzwischen aber wieder dazu geführt, dass Hersteller wie Terradata, HP, Greenplum und Netezza mit ihrer Data-Warehouse-Hardware offene Türen einrennen.
Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über das Vertriebsmodell von Netezza.
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