09.06.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Ab sofort kann jedermann kostenlos mit Microsofts Office-Applikationen Word, Excel Powerpoint und Onenote arbeiten – einfach übers Netz, ohne Vorinstallation und auch mit anderen Browsern als dem Internet Explorer. Allerdings ist eine Anmeldung per Microsoft-Live-Account nötig.
Eine Woche bevor für Consumer-Kunden Microsoft Office 2010 in die Läden kommt, hat der Software-Konzern seine Web-Applikationen für die kostenlose Nutzung via Browser freigegeben. Word, Excel Powerpoint und Onenote stehen zur Verfügung. Die Funktionalität ist allerdings gegenüber den Box-Versionen eingeschränkt, beispielsweise fehlen im Word die für den Hobby-User unwichtigen Fußnoten- und Inhaltsverzeichnis-Funktionen.
Den Zugang erhalten Nutzer über den Link http://office.live.com/. Wer bislang noch keinen Live-Account hatte, kann sich einen neu einrichten, Kosten fallen dafür keine an. Die Office-Apps stehen allerdings erst zur Verfügung, nachdem man sich ab- und wieder angemeldet hat.
Mit dem Live-Account erhält der Nutzer 25 Gigabyte Online-Speicherplatz unter dem Namen „Skydrive“. Dort können beispielsweise Office-Dokumente, aber auch Fotos und andere Dateien abgelegt werden. Wenn Sie die Dateien freigeben, können auch andere darauf zugreifen, je nach Einstellung nur zur Ansicht oder aber auch zur Bearbeitung.
Ist auf dem Rechner, von dem aus auf ein solches Dokument zugegriffen wird, Microsoft Office 2007 oder 2010 installiert, bietet das System an, das Dokument mit dem installierten Programm zu öffnen statt mit der Web-App. Dann steht der volle Funktionsumfang für die Bearbeitung bereit. Verwenden Sie dagegen die App, und das Dokument enthält beispielsweise die davon nicht unterstützten Fußnoten, erhalten Sie einen entsprechenden Warnhinweis.
Laut Microsoft funktionieren die Web-Apps nicht nur mit dem Internet Explorer, sondern beispielsweise auch mit Alternativen wie Firefox und Safari. Zudem ist der Nutzer nicht auf ein bestimmtes Betriebssystem festgelegt. Ob der Browser unter MacOS X, Linux oder auf einem Smartphone-Betriebssystem läuft, ist ohne Belang. Letztlich kommt es nur darauf an, dass eine funktionierende Javascript-Engine zur Verfügung steht. Daher sind auch andere Browser als die genannten durchaus geeignet.
Bei der kostenlosen Variante der Office-Apps blendet Microsoft Werbung ein, derzeit allerdings nur für eigene Angebote, bekräftigt der Software-Konzern. Das könnte sich jedoch irgend wann ändern, wenn Microsoft es sich anders überlegt. Für Unternehmen gibt es eine kostenpflichtige Variante, die beispielsweise auch Sharepoint unterstützt, sowie eine Office-Installation, die es ermöglicht, die Anwendungen und Dokumente auf dem eigenen Server zu hosten statt auf dem Skydrive-Webspace.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Microsoft Office 2010, den verschiedenen Varianten, Vertriebswegen und Preisen.
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