21.06.2007 | Redakteur: Christian Träger
Gerade kleine Unternehmen haben oft nicht das Budget, professionelle Mediengestalter für Flyer und Werbematerial zu beschäftigen. Mit Page Plus X2, der jüngsten Desktop-Publishing-Software von Serif, lassen sich diese Arbeiten ohne umfangreiche Vorkenntnisse selbst erledigen.
Dem Aberglauben verdankt der nun vorgestellte Nachfolger von Page Plus 12 die Versionsbezeichnung X2 – einen 13. Stock gibt es in US-amerikanischen Hotels ja auch nicht. Dennoch kann die aktuelle Version mit zahlreichen Verbesserungen aufwarten. Zur Zielgruppe des Programms gehören nach Angaben des Unternehmens alle, die »Broschüren, Poster, Dokumente, Einladungen oder andere Schriftsätze mit professionellem Layout und Design erstellen wollen«.
Nutzer können ein Dokument entweder selbst gestalten oder auf eine von über 1.000 Vorlagen zurückgreifen, die teilweise vollkommen neu gestaltet worden sind. Zusätzlich sind im Lieferumfang mehr als 4.500 Design-Elemente und 400 Schriftarten enthalten, mit denen sich individuelle und wirkungsvolle Dokumente erstellen lassen. Aufwändig gestaltete Tutorials helfen dem Anwender, sich schnell mit den zahlreichen Funktionen des Programms vertraut zu machen. Durch die Echtzeitvorschau ist jederzeit ersichtlich, welche Wirkung die jeweiligen Werkzeuge haben. Wer ein wenig Experimentierfreude mitbringt, findet sich in Funktionen wie der Gestaltung von Schatten sehr schnell auch ohne Handbuch zurecht.
Zu den Neuerungen in Page Plus X2 gehört die so genannte Mediabar. Dies ist ein Fenster unter dem Arbeitsbereich, in dem Mediadateien wie Bilder in einer Vorschau angezeigt werden. Ausgewählte Fotos werden dann einfach auf das Dokument gezogen und können dort in die Gestaltung einbezogen werden.
Die Funktion ist zwar nicht neu, aber dennoch ist es beeindruckend wie Page Plus mit PDF-Dokumenten umgeht. Einzelne Rahmen werden als solche erkannt und der darin enthaltene Text als komplett bearbeitbarer Fließtext eingebunden – ohne die lästigen Zeilenumbrüche, die viele Programme einfügen.
Für die fertigen Dokumente steht eine Reihe an Ausgabemöglichkeiten zur Verfügung. Zu nennen ist hier unter anderem das PDF-X/1-a-Format, das für die Druckvorstufe genutzt werden kann. Für das Web-Publishing ist die Möglichkeit interessant, PDF-Präsentationen zu erstellen, die sowohl Bilder als auch Ton enthalten.
Das Programm ist für Vista zertifiziert und entfaltet daher seinen vollen Funktionsumfang auch unter dem jüngsten Windows-Betriebssystem. Als Verkaufspreis empfiehlt der Hersteller 130 Euro.
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