Linux-Distribution im Fachhandel

Opensuse 10.3 auf dem Weg in die Verkaufsregale

08.10.2007 | Redakteur: Pascal Henkelmann

OpenSuse, das frühere Suse Linux, steht ab sofort in der Version 10.3 bereit.

Die neue Version von Linux Opensuse kommt in der Version 10.3 für knapp 60 Euro in den Einzelhandel und kann ab jetzt online vorbestellt werden. Die Community-Variante steht in abgespeckten Versionen kostenlos im Internet zum Download bereit.

Software-Hersteller Novell hat ein gemeinsam mit der Opensuse-Community entwickeltes neues Release der Linux-Distribution Opensuse freigegeben. In der Version 10.3 soll die Software schneller starten, leichter aus Windows heraus zu installieren sein und aktuelle Medienformate – wie MP3 – besser unterstützen. Neben Webbrowser, e-Mail und Instant Messaging sowie Spamblocker, Vierenschutz und Firewall kann Opensuse 10.3 mit Microsoft-Office-kompatiblem Open-Office-Paket und Bildbearbeitungsprogrammen aufwarten. Der mit Version 10.1 eingeführte Zenworks Management Daemon (ZMD), der sich für Desktopinstallationen als zu mächtig und ressourcenhungrig erwiesen hatte, wurde komplett entfernt. Die Updates werden nun über Libzypp installiert, das vielen Anwendern schon in Version 10.2 als manuell eingerichtete ZMD-Alternative gedient hatte.

Im Internet steht die Community-Version kostenlos für x86-, x64- und PowerPC-Rechner zum Download als DVD- und CD-Image bereit. Das CD-Image gibt es in zwei CD-Varianten mit Gnome- oder KDE-Desktop, sie enthält jedoch keine deutsche Sprachunterstützung. Sprachpakete können aber nachträglich installiert werden.

Wichtigste Neuerung ist der Umstieg auf den Linux-Kernel 2.6.22.5, bei Version 10.2 kam noch der Kernel 2,6,18,2 zum Einsatz. Der GCC-Kompiler liegt in Version 4.2.1 bei (vorher 4.1.3), die Basis-C-Bibliothe glibc trägt nun die Versionsnummer 2.6.1 statt 2.5. Erste Applikationen der grafischen Benutzeroberfläche KDE in Version 4 sind ebenfalls enthalten, jedoch ist KDE 4 noch nicht vollständig implementiert.

Gängige Server-Programme wie Apache 2.2.4, Samba 3.0, MySQL 5.0.45, FTP-, DNS-, DHCP-, LDAP- und Mail-Server sind ebenso enthalten wie die Entwicklerwerkzeuge Python 2.5.1, PHP 5.2.4, Mono 1.2.5 sowie Java 5 und Eclipse 3.3. Real-, und Flashplayer sowie Adobe Reader sind mit von der Partie, jedoch müssen Hersteller-Treiber für Grafikkarten im nachhinein installiert werden.

Demnächst wird das Betriebssystem im Fachhandel zu einem Preis von 59,95 Euro (inkl. MwSt.) angeboten. Mit dem Kauf der Box erhält man neben dem einer DVD mit nativen Opensuse-Varianten für 32- und 64-Bit-Intel-Prozessoren sowie die PowerPC-Plattform, eine zweite DVD mit zusätzlicher Software, die unter anderem auch native Varianten von OpenOffice und Firefox für Intels 64-Bit-CPUs enthält, ein ausführliches Benutzerhandbuch sowie kostenlosen 90-Tage-Installations-Support via Telefon und e-Mail.


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