29.02.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Martin Fryba / Martin Fryba
Firefox-Anbieter Mozilla startet spät in den Markt für mobile Betriebssysteme, rechnet sich dort gegen Apple und Google dennoch eine gute Chance aus. Mozillas „Boot2Gecko“ soll noch 2012 kommen, als Gerätehersteller ist LG im Gespräch.
Mozilla Foundation, als Hersteller des Browsers Firefox erfolgreich, will noch in diesem Jahr sein mobiles Betriebssystem „Boot2Gecko“ gemeinsam mit Technologie- und Vertriebspartners auf den Markt bringen. Die Deutsche Telekom und Teléfonica stehen als Vertriebspartner schon fest, die neue Plattform soll auf einem von LG gefertigten Smartphone laufen.
„Boot2Gecko“ basiert auf Linux, HTML 5 und auf webbasierten Anwendungen. Anders als Googles Android plant Mozilla ein vollständiges Open-Source-Betriebssystem vorzustellen, dessen Quellcode zu 100 Prozent offen sein soll. Dieses Konzept stellt an die Hardware nur geringe Anforderungen und könnte daher für Hersteller interessant werden, die Geräte für das untere Preissegment anbieten. Marktforscher sagen dem Billigsegment im Smartphonemarkt das größte Wachstum in den kommenden Jahren voraus.
Die Offenheit des Betriebssystems und die gute Eignung für kostengünstige Smartphones werden von Experten als Hauptvorteile von „Boot2Gecko“ genannt. Ob Mozilla allerdings neben den marktführenden Plattformen Android und iOS mit ihrem jeweils starken App-Ökosystem eine signifikante Rolle spielen kann, bezweifeln Experten. Diese Vorbehalte teilt auch Mozilla. Denn der Testballon soll erst einmal in Brasilien steigen. Dort ist das Fell des Smartphone-Markts noch nicht verteilt, die rasante Zunahme solcher Geräte steht Brasilien noch bevor. □
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