22.10.2009 | Redakteur: Andreas Bergler
Endlich ist Windows 7 in den Handel gekommen. Das nun weltweit verfügbare Betriebssystem wird Analysten zufolge bis Ende kommenden Jahres rund 177 Millionen mal verkauft. Microsoft-Geschäftsführer Achim Berg verkündete auf der Messe „Discuss & Discover“, dass schon heute das Interesse an Windows 7 höher ist als an Harry Potter. Auch viele Unternehmenskunden sollen laut Marktforschern migrieren.
Windows 7 soll zum Dauerbrenner werden. Denn bis Ende 2010, so schätzt IDC, werden sich etwa 177 Millionen Anwender mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem eingedeckt haben. Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, spricht von Windows 7 als einem „Betriebssystem für Anwender“. Für den offiziellen Launch des neuen Windows auf der Messe „Discuss & Discover“ hatte er die ersten Rekord-Meldungen im Gepäck: „Die Windows-7-Vorbestellungen bei Amazon haben in UK bereits Harry Potter geschlagen.“ – So weit die Seite der Endkunden.
Hinzu kommen die Unternehmenskunden: Von dieser Seite aus erwarten die Analysten große Migrationswellen in Richtung Windows 7. „Praktisch unvermeidlich“ sei es laut Gartner für Microsoft-Unternehmenskunden, auf Windows 7 zu wechseln. Denn der Support durch ISVs für Windows XP wird schon im Jahr 2012 größtenteils auslaufen, prognostiziert Gartner.
Mit der Installation von Windows 7 erst noch auf ein „Service Pack 1“ für zu warten, macht den Analysten zufolge wenig Sinn. – Trotz der Kosten, die auf die Unternehmen zukommen: Eine Migration von Windows XP auf Windows 7, so wird erwartet, kostet die Unternehmen zwischen 700 und 1.300 Euro pro User, der Wechsel von Windows Vista auf Windows 7 soll zwischen 220 und 340 Euro pro User liegen.
Als ein wesentlicher Faktor dürfte eine Begleiterscheinung von Windows 7 in diese Berechnungen eingegangen sein: Unternehmen, die auf Windows 7 migrieren, werden gleichzeitig auch auf das neue Server-Betriebssystem Windows Server 2008 R2 wechseln. Dieses wurde zeitgleich mit Windows 7 gelauncht.
Mit Windows Server 2008 R2 soll nicht nur die Produktivität in den Unternehmen erhöht und die Betriebskosten verringert werden. Das neue Server-Betriebssystem soll auch wesentlich zur Wiederbelebung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation beitragen. An die 300.000 neue Arbeitsplätze, so vermutet man bei Microsoft, werden durch Windows 7 und Windows Server 2008 R2 geschaffen. Auf Partner sieht Achim Berg eine gigantische, äußerst lukrative Nachfrage-Welle zurollen: „Wir gehen davon aus, dass jeder Euro Umsatz mit Windows 7 etwa 18 Euro für unsere Partner bringt“, verkündete er auf der Discuss & Discover.
Stimmen und Stimmungen zu Windows 7 finden Sie auf der nächsten Seite.
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