Windows 10 mit allen Updates

So erstellen Sie ein gepatchtes Installationsmedium

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Wer viele Windows-Rechner installieren muss, sollte sich gepatchte Installationsmedien erstellen.
Wer viele Windows-Rechner installieren muss, sollte sich gepatchte Installationsmedien erstellen. (Bild: Pixabay - JuralMin (gemeinfrei) / CC0)

Vor allem wenn Administratoren Windows 10 häufiger installieren müssen bietet es sich an, Installationsmedien zu erstellen, die über einen möglichst aktuellen Patchstand verfügen. Das beschleunigt die Installation und sorgt dafür, dass Rechner bereits nach der Installation so sicher wie möglich sind.

Um offizielle Microsoft-Updates schnell und einfach in Windows 10-Installationsmedien zu integrieren sind keine teuren Tools notwendig. Mit zwei kostenlosen und etablierten Freeware-Werkzeugen lassen sich Updates schnell und einfach in bestehende Installationsmedien integrieren:

Mit den beiden Tools lassen sich Windows-10-Installationsdateien aktualisieren und anpassen. Außerdem können die Installationsmedien jederzeit erneut aktualisiert oder angepasst werden.

Updates bei Microsoft herunterladen

Im ersten Schritt müssen die Updates, die in Installationsmedien von Windows 10 integriert werden sollen, bei Microsoft heruntergeladen werden. Dabei hilft das Tool WSUS Offline Update. Das Tool muss nicht installiert werden. Es hilft dabei, Aktualisierungen für Windows 10 und für ältere Windows-Systeme herunterzuladen. Auch Updates zu Windows-Servern bis hin zu Windows Server 2016 kann WSUS Offline Update herunterladen. Das Tool verwendet die offiziellen Update-Kataloge von Microsoft und muss nicht installiert werden. Nach der Extrahierung des Archivs wird das Tool durch einen Doppelklick auf „Updategenerator.exe“ gestartet (siehe Abbildung 1).

Um Updates für Windows 10 herunterzuladen wird der Haken bei den beiden Optionen „x86 Global (mehrsprachige Updates)“ und bei „x64 Global (mehrsprachige Updates)“ im Bereich „Windows 10/Server 2016“ gesetzt (siehe Abbildung 2). Außerdem muss die Option „Kopiere Updates für gewählte Produkte in Verzeichnis“ aktiviert werden. Das Verzeichnis, das bei dieser Option ausgewählt wird, erhält nach dem Download die verschiedenen Windows 10-Patches, die in die Installationsdateien integriert werden können. Durch einen Klick auf „Start“ beginnt das Tool mit dem Download. Dieser dauert einige Zeit, da WSUS Offline Update eine Verbindung zu den Microsoft-Update-Servern aufbaut und danach die aktuellen Updates herunterladen muss.

Windows 10 Installationsdateien auf Festplatte kopieren

Um Installationsdateien von Windows 10 zu aktualisieren ist eine Windows 10-ISO-Datei notwendig, oder eine Installations-DVD. Zunächst muss der Inhalt der ISO oder der Installations-DVD in ein Verzeichnis auf dem Rechner kopiert werden. Diese Dateien werden nun mit den neusten Updates versorgt. Anschließend kann auf Basis dieser Dateien eine neue ISO-Datei, ein USB-Stick oder eine WIM-Datei erstellt werden, die alle wichtigen Updates für Windows 10 enthält.

NTLite installieren und Installationsdateien einbinden

Wenn die Updates heruntergeladen, und die Installationsdateien auf die Festplatte des Rechners kopiert wurden, wird NTLite installiert und gestartet. Im nächsten Schritt werden die Installationsdateien von Windows 10 in NTLite eingelesen. Das erfolgt durch einen Klick auf „Hinzufügen\Image Ordner“ und der Auswahl des Ordners mit den kopierten Windows 10-Installationsdateien (siehe Abbildung 3). Nach der Auswahl erscheinen die Installationsdateien und die entsprechende Windows-Version im Hauptfenster von NTLite (siehe Abbildung 4).

Durch einen Rechtsklick auf die eingebundene Windows-10-Version und die Auswahl von „Laden“ werden die notwendigen Dateien in NTLite eingelesen. Der Vorgang kann einige Minuten dauern. Sobald das Einlesen abgeschossen ist, erscheinen auf der linken Seite von NTLite verschiedene Menüpunkte, und ein grünes Icon neben der Windows-10-Version (siehe Abbildung 5). Außerdem steht bei der entsprechenden Windows-10-Version in der Spalte „Status“ der Vermerk „Geladen“.

Windows 10-Updates integrieren und ISO-Datei erstellen

Über den Menüpunkt „Aktualisierungen“ unter „Integrieren“ lassen sich jetzt Windows 10-Updates einbinden. Auf Wunsch können hier auch Treiber integriert werden, wenn zum Beispiel Installationsmedien für bestimmte Rechnertypen erstellt werden sollen. Durch Auswahl von „Hinzufügen\Paketdateien“ lassen sich die einzelnen Updates einbinden, die WSUS Offline Update heruntergeladen hat (siehe Abbildung 6). Diese befinden sich im WSUS Offline-Verzeichnis im Unterverzeichnis der jeweiligen Windows-Version.

Über den Menüpunkt „Anwenden“ werden jetzt die eingelesenen Updatedateien in die Installationsdateien integriert. Zunächst werden die Änderungen aber im Fenster angezeigt (siehe Abbildung 7). Durch Auswahl von „ISO Erstellen“ im Menüband kann sichergestellt werden, dass NTLite gleich eine ISO-Datei erstellt. Mit der Schaltfläche „Verarbeiten“ beginnt NTLite mit den Aktionen. Anschließend erscheinen noch Meldungen zur Deaktivierung des Windows Defender. Das ist aber nicht notwendig.

Updates, die bereits in den Installationsdateien integriert sind, oder die Windows 10 aus anderen Gründen nicht integrieren kann, werden im Fenster entsprechend markiert. Alle anderen Updates liest das Tool in die neue ISO-Datei ein. Anschließend können die temporären Installationsdateien und die WSUS Offline-Dateien gelöscht werden, wenn diese nicht mehr gebraucht werden.

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