Weg von der Insel

Smart Home: So wird es auch für Distribution und Handel ein Erfolg

| Autor: Sylvia Lösel

Offen und plattformübergreifend, statt Insellösung – Smart Home im Jahre 2016.
Offen und plattformübergreifend, statt Insellösung – Smart Home im Jahre 2016. (Bild: Phil_Good-Fotolia.com)

Der Fantasie sind beim Thema Smart Home keine Grenzen gesetzt, zumindest nicht, was die Produkte angeht. Doch der Trend geht weg von Insellösungen, hin zu plattformübergreifenden, offenen Konzepten. Gerade dort sieht die Distribution viel Potenzial für den Handel und hat praktische Tipps parat.

Ein Lächeln genügt, und der Kaffee wird zubereitet. So einfach kann das Leben im smarten Zuhause sein, wenn Kaffeemaschine, 3D-Kamera und Lautsprecher zusammenarbeiten. Das Unternehmen Digitalstrom hat unlängst ein ebensolches System vorgestellt.

Küchenhersteller Tielsa setzt ebenfalls auf die Verknüpfung von IT mit seinen Kernkompetenzen und macht sich Sprachbefehle zunutze, um die Höhe der Arbeitsflächen automatisch an die Größe des Kochs anzupassen.

Das sind nur zwei Beispiele, die verdeutlichen, in wie viele Bereiche Smart-Home-Anwendungen vordringen und wie fantasievoll Hersteller sein können.

Begeisterung wecken

Doch noch ist das Smart Home zwar für die eine oder andere ausgefallene Lösung gut, die es in die Schlagzeilen schafft, den Massenmarkt hat es aber noch nicht erreicht. Das Interesse steigt von Monat zu Monat. Das spiegele sich auch in den Absatzzahlen wider, berichtet Ansgar Wecks. Er ist Produktmanager beim Distributor Michael Telekom, der bereits frühzeitig in diesen Markt investiert und eine Business Unit aufgebaut hat. So nett die oben genannten Anwendungen auch sind, gerade für Fachhändler geht es um viel mehr als nur um Inselanwendungen. Es geht darum, den Kunden für smarte Anwendungen zu begeistern und ihm im Idealfall ein einfach zu handhabendes System zu bieten, das individuell und selbsterklärend programmiert sowie beliebig erweitert werden kann.

Der Distributor Eno ist ebenfalls bereits seit einigen Jahren in diesem Markt unterwegs. Produktmanager Thorsten Isensee erläutert die drei grundlegenden Pfeiler, auf denen der Smart-Home-Markt der Funksysteme aufgebaut ist: „Proprietäre Systeme, Plattformlösungen und standardbasierte Systeme.“

Ergänzendes zum Thema
 
Vermarktungs-Tipps von Eno

Der Trend gehe aktuell deutlich in Richtung letzterer, wie beispielsweise Z-Wave oder Zigbee und zu den Plattformlösungen wie zum Beispiel Qivicon von der Telekom, erklärt Isensee weiter. Eno hat die Telekom-Lösung seit knapp zwei Jahren im Portfolio.

„In den letzten Jahren haben viele Hersteller versucht, sich auf dem Smart-Home-Markt zu platzieren – meist mit Insellösungen für ein ganz spezielles Anwendungsszenario wie schaltbare WLAN-Steckdosen oder Ähnlichem. Hersteller, die ein Komplettsystem anbieten oder einheitliche Standards verwenden, werden sich durchsetzen“, ist auch Wecks dieser Überzeugung.

Ebenfalls überzeugt ist er, dass der Smart-Home-Markt in den nächsten Jahren „zu einer bedeutenden Säule für die Händler im ITK-Markt“ wird. Dabei lägen bei Eno besonders die Themen Sicherheit, Energie und Komfort im Trend. „Zudem ist eine positive Entwicklung beim Ausbau einer Servicelandschaft zu Installation und Programmierung dieser Systeme zu beobachten“, ergänzt sein Kollege bei Eno, Thorsten Isensee.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie man seine Kundschaft für das Smart Home begeistern kann.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43804774 / Aktuelles & Hintergründe)