Studie zum Arbeitsplatz 2016

Sieben Trends bei Collaboration-Technologien

| Autor: Marisa-Solvejg Metzger

Der Konferenzraum wird sich im Jahr 2016 weiterentwickeln, ist sich Polycom sicher.
Der Konferenzraum wird sich im Jahr 2016 weiterentwickeln, ist sich Polycom sicher. (Bild: fischer-cg.de_Fotolia.com)

Polycom hat sieben Trends ausgemacht, die das Jahr 2016 im Collaboration-Bereich prägen sollen.

Folgende Trends will Polycom, ein Unternehmen für Kollaborationslösungen für die digitale Zusammenarbeit (Collaboration) ausgemacht haben.

1. Millenials werden den Arbeitsplatz beeinflussen

2015 machten die Millenials (geboren zwischen 1980 und 1999), den größten Teil der Arbeitskräfte in den USA aus. Die Generation ist im sozialen Netzwerk aktiv, arbeitet intuitiv zusammen und nutzt Videos zur Kommunikation, aber auch zum Lernen. In einer aktuellen Umfrage von Polycom gaben 78 Prozent der Millenials an, dass sie der Zugang zu einer von ihnen bevorzugten Technologie am Arbeitsplatz motiviert. Polycom erwartet deshalb, dass die Millenials den Arbeitsplatz der Zukunft entscheidend prägen. So könnten Unternehmen, die keinen ansprechenden Arbeitsplatz mit einer vielfältigen Auswahl an Collaboration-Tools bieten, Top-Talente verlieren.

2. Collaboration-Lösungen treiben Mobility voran

Eine weitere Polycom-Studie ergab, dass 72 Prozent der Unternehmen in Großbritannien die Option, außerhalb des Büros zu arbeiten, bereits anbieten oder dieses Angebot ausweiten möchten. Dies verändert die Art zu arbeiten enorm. Für 2016 erwartet Polycom, dass einzelne Geräte verstärkt miteinander interagieren werden, um ein einheitliches Collaboration-Erlebnis zu erhalten. Die Möglichkeit, sich durchgängig über viele mobile Endgeräte, persönliche Systeme und Collaboration-Systeme zu verbinden, werde die Produktivität mobiler Arbeitskräfte sichern. In diesem Jahr geht das Unternehmen davon aus, dass immer mehr Arbeitnehmer ihre mobilen Endgeräte als persönliche „Fernbedienung“ nutzen, um sich von überall her mit der Collaboration-Lösung ihres Unternehmens zu verbinden, diese zu kontrollieren und mit ihr zu interagieren.

3. Kompatibilität bleibt eine Herausforderung

Web-Browser wirksam einzusetzen, um Collaboration zugänglich zu machen, ist ein Ziel für die Branche – und WebRTC entwickele sich zu einer zukunftsfähigen technischen Option. Ira Weinstein, Senior Analyst bei Wainhouse Research, prognostiziert, dass innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre Unternehmen die Technologie annehmen werden, da immer mehr Browser WebRTC ermöglichen. WebRTC soll Browser-zu-Browser Video-Verbindungen ermöglichen, ohne dafür Plug-Ins oder zusätzliche Technologien zu installieren. Dennoch ist Polycom der Ansicht, dass es noch dauern wird, bis WebRTC weitverbreitet angenommen wird. Denn dazu fehle eine einheitliche Browser-Unterstützung und eine Kompatibilität zwischen WebRTC-Anwendungen und den etablierten Collaboration-Lösungen. In einer aktuellen Untersuchung von Virgin Media Business, bewerten nur 27 Prozent Web-Konferenzen als das effektivste Instrument für Remote-Collaboration. WebRTC werde daher vielmehr eine Rolle dabei spielen, mehr Anwender mit der Videokommunikation vertraut zu machen. Um den Mainstream zu erreichen, ist es für WebRTC entscheidend, kompatibel mit einem breiteren Spektrum an Unternehmensumgebungen zu sein.

4. Arbeitsplätze werden sich verändern

Visuelle Zusammenarbeit wird laut Polycom nicht länger auf den Konferenzraum und den Schreibtisch beschränkt sein, sondern sich auf das gesamte Unternehmen sowie auf virtuelle Orte außerhalb des Büros ausweiten. Wainhouse Research schätzt, dass es 30-50 Millionen kleine Meeting-Räume weltweit gibt – die meisten von diesen unterstützen eine moderne Zusammenarbeit nicht. Polycom ist überzeugt, dass traditionelle Konferenzräume zwar immer noch für Präsentationen genutzt werden, letztendlich jedoch ein Mix aus virtuellen Räumen, kleinen Meeting-Räumen und großen Büroräumen entstehen wird. Diese werden so so gestaltet sein, dass eine vielfältige Zusammenarbeit und neue Arbeitsweisen möglich sind. Der traditionelle Konferenzraum, wie wir ihn heute kennen, werde multifunktionaler und einfacher zu nutzen.

5. Der Vorteil durch die Cloud

Die Cloud verspricht einzigartige Collaboration-Services. Sie verändert grundlegend, wie sich Unternehmen Dienste beschaffen und führt zu neuen Nutzungsmodellen. In der Vergangenheit sahen viele kleinere Unternehmen Collaboration-Lösungen als unerreichbaren Luxus neben ihren limitierten IT-Teams und Budgets. Durch einen leichteren Zugang zu Collaboration-Diensten öffne die Cloud Gelegenheiten für kleine Firmen auf Augenhöhe mit größeren Unternehmen zu operieren. Was jedoch laut Polycom sicher ein Türöffner im Jahr 2016 sein wird, sind aufkommende Collaboration-Lösungen, wodurch Produktivität und Interaktivität in Unternehmen erhöht werden. Dienste wie Analytics, Diagnostics, Übersetzung und natürliche Sprachverarbeitung werden eine große Rolle spielen, um die Nutzererfahrung voranzutreiben.

6. Im Kollektiv erfolgreich sein

Doch die Zeitverschiebung in einer globalen Arbeitssituation kann mit einer Collaboration-Lösung nicht unterbunden werden. Da die Globalisierung weiter fortschreiten wird, ist Polycom überzeugt, dass 2016 immer mehr Menschen in der Lage sein werden, mit Video-Content zu arbeiten. Das wird zu Lösungen führen, die es den Anwendern erlauben, Video-, Voice- und Content-Collaboration aufzunehmen und dessen Wiedergabe und Analyse an jedem Ort und zu jeder Zeit unterstützen.

7. Automatisches Teilen

Was 2016 tatsächlich die Produktivität erhöhen werde, sind laut Polycom Lösungen, die Inhalte automatisch und intuitiv teilen können. Denn das verlässliche Teilen von Präsentationen und Dokumenten in Echtzeit sei ein fundamentaler Bestandteil von Zusammenarbeit. Dabei wird es laut Polycom immer einfacher werden, mehrere Multimedia-Streams und interaktive Inhalte zu teilen, kommentieren, aktualisieren und aufzunehmen

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