Block-, File- oder Tape-Virtualisierung?

Storage-Virtualisierung als Sparmaßnahme

27.04.2010 | Redakteur: Heidi Schuster

Mit der Virtualisierung kann Zeit und Geld gespart werden.

Die Virtualisierung hilft Unternehmen, Ressourcen optimal auszunutzen. Doch Virtualisierung ist nicht gleich Virtualisierung. Gerade im Storage-Umfeld gibt es einige verschiedene Varianten.

Es scheint, als gebe es mittlerweile alles virtualisiert. Beispielsweise kann man sich auf der Internet-Plattform „Second Life“ ein virtuelles Leben und bei Facebook eine virtuelle Farm aufbauen. Doch virtuell bedeutet nicht gleich irreal. In Second Life kann man durchaus reales Geld verdienen, indem man beispielsweise Schuhe verkauft.

Die Unternehmen virtualisieren immer häufiger PC-Arbeitsplätze oder ihre Server. Doch auch die Virtualisierung von Speicher findet immer mehr Anhänger, da sich damit Storage-Budgets reduzieren lasssen.

Virtualisierung bedeutet grundsätzlich die Erstellung einer virtuellen anstelle einer physikalischen Version. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Betriebssystem, einen Server, ein Speichergerät oder eine Netzwerk-Ressource handelt. Ziel einer jeden Virtualisierung ist es, Kapazitäten im Rechenzentrum durch eine Mehrfachnutzung besser auszulasten.

Bei der Speicher- oder Storage-Virtualisierung werden mehrere physikalische Speichersysteme zu einem Pool zusammengelegt. Für die Umsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die ersten Speicher-Virtualisierungen wurden auf einem Block-basierten Storage, der so genannten Block-Virtualisierung, angewendet.

Block-Virtualisierung

Die Block-Virtualisierung kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Virtualisiert werden kann auf dem Server, dem Speicher oder auf Netzwerkebene. Im Speichernetz gibt es weitere Virtualisierungs-Varianten: Zum einen Inband, also im Datenstrom, zum anderen Outband, außerhalb des Datenstroms, und zu guter Letzt kann auch in der Fibre-Channel-Fabric virtualisiert werden.

Datei-Virtualisierung

Bei der File- respektive Datei-Virtualisierung sorgt ein verteiltes Dateisystem (Global Name Space) dafür, dass sich Anwender weder um Speicherort noch um Speicherkapazität kümmern müssen.

Virtual Tape Library

Bei der Virtual Tape Library wird zwischen der Tape-Virtualisierung und der Tape-Emulation unterschieden. Bei der Tape-Virtualisierung ist die Benutzung eines physischen Streamers überflüssig, da diese Technik ein Band-Format in ein anderes transformieren kann. Die Tape-Emulation spiegelt der Datensicherung dagegen vor, dass eine Band-Bibliothek (Library) mit sämtlichen Funktionen zur Verfügung steht.


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