Reale Umsätze mit virtuellen Desktops

Thin-Client-Branche ist Nutznießer der Finanzkrise

09.01.2009 | Redakteur: Daniel Feldmaier

Der Thin-Client-Markt wächst seit Jahren kontinuierlich zweistellig. Auch die Finanzkrise hat daran nichts geändert.

Günstig im Betrieb und bei der Anschaffung bieten Thin Clients Verkaufsargumente am Fließband. Zusammen mit einem Dienstleistungsvertrag zur Wartung und Instandhaltung erweist sich Server Based Computing als ein lohnendes Paket für Fachhandel und Systemhäuser.

Aus einem Wiener Unternehmen wurden mehrfach PCs von Unbekannten gestohlen. Im Zuge einer Modernisierung wurden auf Thin Clients umgerüstet. Prompt verschwanden wieder zwei Geräte. Doch diese tauchten zur Überraschung aller nur kurze Zeit später wieder auf. Vermutlich hatten ahnungslose Diebe die Thin Clients als wertlos erachtet, da diese sich nicht hatten booten lassen. Der Austausch von Desktop-PCs gegen Thin-Clients verlagert die Daten zudem in das gesicherte Rechenzentrum. Die Desktop-Virtualisierung sorgt für effektives und schnelles Arbeiten.

Der Thin Client-Markt wächst seit Jahren kontinuierlich zweistellig. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC war 2007 bereits jedes elfte betrieblich angeschaffte Desktopgerät in Europa ein Thin Client. Bis 2012 prognostiziert IDC weiterhin Wachstumsraten von über 30 Prozent. Einen zusätzlichen Schub erfährt Server Based Computing durch den Hype der Desktop-Virtualisierung. Experten der Credit Suisse schätzen, dass der Markt für Virtualisierungslösungen bis 2012 auf rund 1,5 Milliarden Euro wachsen wird. Thin Clients sind dabei die erste Wahl als Endgeräte für den Zugriff auf virtuelle PCs.

Die Finanzkrise und die stark gestiegenen Energiepreise erweisen sich für die Thin-Client-Branche als Glücksfall. Nach einem Einbruch im Vorjahr waren die Umsätze 2008 besser denn je. Nach Zahlen des Marktforschungsinstituts IDC wuchs der deutsche Thin-Client-Markt in den ersten drei Quartalen 2008 um durchschnittlich 20,3 Prozent. Weltweit begannen 2008 rund vier Millionen Thin Clients ihren lüfterlosen Dienst.

Zusatzgeschäfte für Reseller

Für den Channel schlummern hier Wachstumspotenziale – und das in mehrfacher Hinsicht: Sowohl der Thin-Client- wie auch der Virtualisierungsmarkt wachsen beständig und bieten Resellern zahlreiche Anschlussverkaufsmöglichkeiten. Angefangen bei zusätzlicher Hardwareausstattung, über langfristige Services bis hin zur Beratung. Erfolg werden Fachhändler haben, denen es gelingt, die unwiderlegbaren Vorteile von Thin Clients in der Gesamtkostenrechnung stichhaltig darzulegen.

Der deutsche Markt wird von deutschen Thin-Client-Herstellern dominiert. Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über Clients »Made in Germany«.

Inhalt des Artikels:

»1 »2 »3 nächste Seite


Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Spamschutz 

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2018643) | Archiv: Vogel Business Media

IT-BUSINESS Newsletter-Vorschau

Zum Beispiel-Newsletter

Abonnieren Sie den täglichen Newsletter IT-BUSINESS Today!

Sie erhalten kostenlos und pünktlich jeden Morgen und Mittag die aktuellsten News, Hintergründe und Personalien aus dem IT-Markt.

>> Hier geht es weiter zur Registrierung