Auch in Mini-Datacenter steigen die Verfügbarkeitsanforderungen

Ausstattung für kleine Rechenzentren - vom Schloss über USV bis zum Kabel

22.02.12 | Autor / Redakteur: Andreas Beuthner / Ulrike Ostler

Vorsicht Elektrosmog!

Ein Stolperstein ist die Verkabelung der Komponenten im Rack als auch im Rechenraum. Ungünstig verlegte Kabeltrassen können den kühlenden Luftstrom im Doppelboden oder im Rechnerschrank behindern und die Bildung von Hot Spots begünstigen.

Mit Blick auf rasant wachsende Datenmengen kommen mittlerweile selbst in kleineren Enviroments Highspeed-Interconnect-Lösungen auf Ethernet-Basis in Betracht. Allerdings steigt die Packungsdichte in den Kablesträngen, so dass die Anfälligkeit gegenüber elektromagentischen Störfeldern im Fall von Kupferleitungen zunimmt. Nur gut geschirmte Kabel bieten ausreichend Schutz für Server-Racks und Netzwerkschränke.

Im Mittelpunkt einer Ethernet-Verkabelung stehen Kupfer- und Glasfaserstrecken. Die aus dem LAN-Bereich bekannten Standards mit Übertragungen von 10, 40 und 100 Gigabit pro Sekunde dominieren auch bei den Datacenter-Komponenten. Eine reine Glasfaserverkabelung ist in kleineren Enviroments wegen der Mehrkosten in der Regel zu teuer

Kupfer oder Glas?

Dem Trend zur anwendungsneutralen Plug & Play-Verkabelung kommen die Anbieter wie Leoni oder BTR Netcom mit vorkonfektionierten 6-fach RJ45- oder LWL-Strecken entgegen. Angesagt ist eine latenzarme, energiesparende Technik mit standardisierten Steckverbindern. Wer dabei auf Kupferkabel setzt, sollte sich an den Anforderungen von Kat 7/Class F und an den hochwertigeren Systemen der Kat 7A/Class FA orientieren.

Durch Standardisierung der Verkabelungssysteme und modulare Vorkonfektionierung kommen die Hersteller dem Plug & Play-Ideal näher, trotzdem müssen auch einfache Systeminstallationen in der Lage sein, das Zusammenspiel von Server, Störage und Netzwerkgeräten im laufenden Betrieb zu überwachen.

Über ein Monitoring-System erfährt der Betreiber alles über das System, angefangen von Statusmeldungen der einzelnen Komponenten über Störmeldungen von USV, Netzersatzanlagen oder Klimatisierungssystemen bis hin zum Feueralarm oder Wartungsanforderungen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang die Schnittstellen für Standardprotokolle und die Anbindung an ein Leitsystem oder geeignete Funkstrecken zum Handy des Adminsitrators.

Das Datacenter unter dem Schreibtisch

Je nach Definition fallen auch einzelne Rack-Server unter die Kategorie eines Datacenter, wie der 8-Socket-Server „RX900 S1“ aus der „Primergy“-Familie von Fujitsu. Der Rechner ist so ausgelegt, dass er auch bei extremer Leistungsskalierung keine Änderung beim Rack-Chassis, etwa durch zusätzliche Boxen, nach sich zieht.

Der Hersteller hat 16 x PCIe-Steckplätze, bis zu 128 Speichersteckplätze auf 8 CPU-/Speicherkarten und Redundanzfunktionen für 2+1 oder 2+2 Netzteile in in eine platzsparende 8HE-Rack-Einheit gepackt. Laut Fujitsu erfüllt der 8-Socket Rack Server alle Anforderungen einer Scale-up Lösung mit x86-Standards.

Die „Xeon 7500“-basierte Hardware ermöglicht eine lineare Skalierung für I/O, Speicher und CPUs ohne Änderung der Infrastruktur. Mit den entsprechenden Software-Paketen unterstützt der Server geschäftskritische Backend-Services, horizontale Skalierung der unternehmensweiten Arbeitslasten und hochperformante Datenbankverarbeitung – ein Rechenknecht, so stark wie ein ganzes Rechnerbataillon.

Der Autor:

Andreas Beuthner ist freier Autor aus Gauting.

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