Damit es Servern und Racks gut geht: Modulare Kühlsysteme

Wohlfühlklima für Rechenzentren

08.02.12 | Autor / Redakteur: Andreas Beuthner / Ulrike Ostler

Schwachstellen finden: Die Funktionsfähigkeit der Hardware und die Energie-Effizienz der IT-Infrastruktur hängen maßgeblich von der Temperatur im Server-Rack und im Rechenzentrum ab. Thermische Analysen kommen den meist unbsichtbaren Schwachstellen auf die Spur.
Schwachstellen finden: Die Funktionsfähigkeit der Hardware und die Energie-Effizienz der IT-Infrastruktur hängen maßgeblich von der Temperatur im Server-Rack und im Rechenzentrum ab. Thermische Analysen kommen den meist unbsichtbaren Schwachstellen auf die Spur. (Bild: Rittal)

Erste wasserbetriebene Adsorptionsanlagen im Hybrid-Einsatz mit freier Luftkühlung sind in Pilotprojekten realisiert. Denn in Zukunft soll ein stärkerer Einsatz von Freiluftkühlsystemen die ansteigenden Energiekosten auffangen. Warum? Wieso? Wie sieht das aus?

Die Rahmenbedingungen für einen sicheren Rechenzentrumsbetrieb hat die American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE) in ihren Guidelines unmissverständlich formuliert: Der Schwellenwert für die niedrigste Temperatur im Server-Raum ist 18 Grad Celsius, die höchste Temperatur 27 Grad Celsius. Zusammen mit Vorgaben für die Luftfeuchte und den Taupunkt ergibt sich daraus das Anforderungsprofil für die Klimatisierung und die Kühlleistung der Anlagenkomponenten.

Hersteller wie das britische Airedale haben sich längst darauf eingestellt, dass es keine Universallösung für das IT-Cooling gibt. Je nach Server-Zahl, Raumauslastung und Leistungsdichte muss die Anlagentechnik unterschiedliche Anforderungen bei der Kältezufuhr und beim Wärmetransport aus dem Rechenzentrum erfüllen.

Große Produktvielfalt

Beispielsweise umfasst die neue Generation von „Alphacool“ EDV-Klimageräten von Airedale mittlerweile 102 verschiedene Modelle mit Nennkühlleistungen von 8 bis 101 Kilowatt, die sowohl mit Direktverdampfung als auch als Kaltwasserausführung geliefert werden.

Bei den größeren Modellen mit Luftausblas nach unten setzen die Briten Glykol-gekühlte Systeme mit freier Kühlung ein. Das Kältemittel soll den Energie-Aufwand beim Abkühlen reduzieren.

Mehr Wirkungsgrad je Quadratmeter

Fester Bestandteil für das Wohlfühlambiente der IT-Infrastruktur ist ein guter Normwert beim Energieverbrauch der Kühlsysteme. RZ-Betreiber rechnen heute mit spitzer Feder, wenn es um die Kosten für den Energiebedarf und damit die Effizienz der Klima-Anlagen geht. Ob Raumklimatisierung oder Rack-Reihen-Kühlsystem – der Aufwand für die richtige Betriebsumgebung der Rechenschränke muss möglichst niedrig und ressourcenschonend sein.

Die Klimatisierungskonzepte der Hersteller sind deshalb auf Flexibilität zugeschnitten. Wasser- oder Luftkühlung mit Free-Air-Cooling oder ein Nasskühltum mit Wärmetauscher und verlustfreiem Rohrleitungssystem kombiniert mit einem thermischen Ventilatorrad für Warm- und Kaltgangeinhausungen – für RZ-Planer gibt es je nach Gebäude- und Raumgröße sowie der angestrebten Leistungsdichten pro Quadratmeter eine große Auswahl klimatechnischer Komponenten für effiziente Kühlungs- und Wärmekreisläufe.

weiter mit: Temperierung setzt am Rack an

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