Erdbebensicherheit, Wasserkühlung im Rack und Luftstromsteuerung werden zu wichtigen Parametern der RZ-Betriebskosten

Gleichförmige Kühlleistung passt nicht zu den Hotspots zukünftiger Rechenzentren

23.12.2010 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Rainer Graefen

Viele Sensoren zieren das neue Rechenzentrum von Fujitsu in Tatebayashi. Es gilt als Vorreiter auf dem Weg zum Rechenzentrum der nächsten Generation.

Fujitsu möchte die Betriebskosten für Rechenzentren auf ein Drittel senken. Das geht nur mit massiver Sensortechnik, gezielter Steuerung der Luftzirkulation und Integration der Gebäudeklimatisierung.

Nur mit einem radikalen Neubeginn lässt sich der CO2-Bedarf eines Rechenzentrums drastisch verringern. Das erfordert nicht nur neue Server, sondern vor allem smarte Rechenzentren.

Wenn schon ein Neubau, dann aber richtig. Mit bester Kühltechnik und an einem Standort mit besonders günstigen Umweltparametern. Kühle Außenluft und, wenn möglich, ein Fluss in der Nähe, denn Wasserkühlung ist noch immer die effizienteste Kühlung.

Das Gebäude und sein Kostensekungsbeitrag

Auch das Rechenzentrumsgebäude muss seinen Beitrag leisten, um die Kosten auf einen wesentlich niedrigeren Level zu bringen. Mit komplett neuer Sensorik und mit einer Virtualisierungstechnik, die Sensoren und Lastverteilung koppelt.

Das neue Fujitsu Rechenzentrum in Tatebayashi (Japan) ist in dieser Hinsicht Weg weisend. Smarte Software ermittelt aus der Lastverteilung der virtualisierten Server die resultierende Wärmebelastung für die Kühltechnik.

Das Rechenzentrum wurde dazu mit Temperaturfühlern gespickt. Steigt die Hitze in einem Teil des Raumes an, verteilt die Steuerungssoftware der Klimaanlage die Frischluft anders. Reicht das nicht aus, werden die Aufträge auf Server verschoben, die in einem kühleren Teil des Raums stehen.

Völlig neue Sensorlandschaft nötig

Und dann sind da noch die Racks. Im Frühjahr 2010 stellte Fujitsu mit Unterdruck betriebene Servergehäuse vor, die dank zentralem Gebläse oben das gesamte Rack hocheffizient kühlen. Dabei entsteht ein lokaler Unterdruck gegenüber dem Rechenzentrum selbst.

Die klassische Methode ist ineffizienter. Die Umgebungsluft wird in einem gleichmäßigen Kühlstrom von unten, von vorne oder auch von hinten stets gleich verteilt durch das Racks geleitet, unabhängig davon, ob die Rackserver unter Hochlast kochen oder ob es sich um Reservemaschinen im Leerlauf handelt.

Bei Fujitsu in Augsburg gibt es bereits Racks, die intelligent je nach Last des einzelnen Servers die zur Verfügung stehende Kühlluft intelligent verteilen. Ein Schrittmotor öffnet und schließt die Klappen. Zwingend nötig auch hier: eine reichhaltige, neue Sensorlandschaft. Und unverzichtbar – etwas mehr Geld im Budget.

Die Wasserkühlung bleibt unbeliebt

Wenn das nicht reicht, bleibt immer noch Wasser als das beste, aber auch unbeliebteste Kühlmittel. Die meisten Kunden mögen die Nähe von sensibler Elektronik und Wasser nicht.

Doch um die steigende Energiedichte in Hochleistungsrechenzentren im Zaum zu halten, ist Wasserkühlung in wissenschaftlichen Einrichtungen schon heute zwingend. Auch hier ist es von Vorteil, die entsprechenden Vorrichtungen gleich bei der Konzeption des Gebäudes einzuplanen.

Nachrüsten ist teuer und meist mit Kompromissen bei der Sicherheit verbunden. Vor allem in Japan legt man großen Wert auf Ausfallsicherheit der IT auch im Falle eines Erdbebens.

weiter mit: In Japan wird auch das RZ erdbebensicher gemacht

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