Schwerpunktthema: Unterbrechungsfreie Stromversorgung und Racks

Unbesorgt versorgt mit USV-Systemen

24.06.2008 | Redakteur: Andreas Bergler

Störungen im Stromversorgungsnetz, die das IT-Equipment eines Unternehmens beeinträchtigen können, treten durchschnittlich mehr als einmal pro Monat auf.

Angesichts steigender Energiepreise zieht auch das Geschäft mit USV-Systemen wieder an. Gefragt sind umfassende Lösungen, die bis hin zu Cooling-Konzepten reichen.

Während Software-Hersteller mit hoch komplexen Produkten die Zahl der psychischen Ausfälle bei den Anwendern hochtreiben, ist eine der Hauptursachen für Ausfallzeiten bei PCs und Servern ganz simpel: Netzstörungen. Wirksamen Schutz davor bieten unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USVs).

Der Ausfall eines lokalen Transformators durch Blitzeinschlag oder das Abschalten eines regionalen Stromnetzes genügt, um einem angeschlossenen Unternehmen hohe finanzielle Folgeschäden zu bescheren. An einem typischen Firmenstandort kommt es laut dem USV-Hersteller APC by Schneider Electric pro Jahr zu etwa 15 Ausfällen, die groß genug sind, um Fehlfunktionen von IT-Systemen zu verursachen. Jeder zehnte Ausfall dauert länger als fünf Minuten, jeder hundertste länger als eine Stunde. USV-Systeme können die Stromversorgung für eine bestimmte Zeit überbrücken und so helfen, Datenverluste zu vermeiden. Innerhalb der Laufzeit müssen entweder die zu schützenden Systeme heruntergefahren werden oder ein Notstromaggregat muss anlaufen können.

Eine wichtige Aufgabe von USV-Systemen ist die Aufbereitung der Netzspannung. Werden die Verbraucher elektrisch unsauber versorgt, drohen Fehlfunktionen und Sachschäden. Für Arbeitsplatzrechner, Server und Netzwerk-Equipment können Über- und Unterspannungen gefährlich werden. Betroffen sind alle Leitermaterialien wie Stromversorgungsleitungen, Telefon-, Daten- und Signalleitungen. Auch wenn die meisten Spannungsstöße nur wenige Millisekunden dauern, kann ihre Energie so stark sein, dass es zu Hardwareschäden oder Fehlfunktionen kommt. Moderne Absicherungen weisen deshalb getrennte Kabelkanäle für Strom- und Datenleitungen auf.

Die wesentliche Ursache für Datenverluste bei längeren Stromausfällen liegt in der unsachgemäßen Beendigung von Anwendungen oder Betriebssystemen.


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