Neue, virtuelle Versionen der XTM- und XCS-Appliances

Watchguard auf Virtualisierungskurs

20.02.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Andreas Bergler / Andreas Bergler

Virtualisierung soll bei Watchguard die Hardware-Appliances nur ergänzen.
Virtualisierung soll bei Watchguard die Hardware-Appliances nur ergänzen.

Der Security-Spezialist Watchguard, bislang bekannt als Hersteller modularer Security-Appliances, öffnet sich nun den virtuellen Welten. Auf der CeBIT werden zum ersten Mal die neuen, virtualisierten XTM-Lösungen (Extensible Threat Management) vorgestellt.

Der Schritt zur Virtualisierung bedeutet für Watchguard eine Zeitenwende: Seit seiner Entstehung 1996 hat der Security-Spezialist die von ihm entwickelten Firewall-Funktionalitäten gezielt an entsprechende Hardware gekoppelt und als Appliance angeboten. Erste Informationen über die geplanten Virtualisierungen ließ Watchguard bereits Ende vergangenen Jahres auf der VMworld in Kopenhagen durchscheinen. Jetzt sollen auf der CeBIT erstmals auch tatsächlich die virtuelle Appliances der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Durch die Virtualisierung können wir neue Bedürfnisse des Marktes abdecken“, erklärt Michael Haas, Regional Sales Manager Central Europe bei Watchguard, im Gespräch mit IT-BUSINESS und Security-Insider.de. Die bekannten roten Boxen, prognostiziert Haas, werden dabei nicht aus dem Markt verschwinden: „Die deutliche Minderheit der Kunden will keine Hardware-Apliances mehr. Der Schritt in die Virtualisierung wird daher unser Portfolio ergänzen, keinesfalls aber ersetzen.“

Während der amerikanische Security-Anbieter mit den XTM-Appliances den breiten Mittelstand, also vor allem KMU adressiert, werden mit den virtuellen Varianten, XTMv genannt, eher die Unternehmen mittlerer Größe angesprochen. Mit den virtualisierten Angeboten können Managed Security Service Provider jetzt auch die Unternehmen ansprechen, die mehr Sicherheit in ihre Virtualisierungs-Strategie integrieren wollen.

Die virtualisierten Versionen der XTM-Familie bieten exakt die gleichen Funktionen wie ihre Hardware-Schwestermodelle. Dies sind neben Gateway-Anti-Virus und der Abwehr von versteckten Angriffen auch Funktionen zur Anwendungskontrolle und ein Reputationsdienst, der gefährliche von ungefährlichen Webseiten unterscheidet. Gerade in puncto Web-Reputation lassen sich laut Hersteller deutliche Vorteile in der Performance durch Virtualisierung erzielen, da der Dienst hier zentral zur Verfügung gestellt wird.

Ab März sind die XTMv-Modelle nun offiziell erhältlich. In Kürze sollen die XCS-Appliances (Extensible Content Security), in virtualisierter Form dann als XCSv-Modelle, nachgezogen werden. Die Lizenzierung erfolgt nach Datendurchsatz. Eingeteilt werden die virtualisierten Modelle nach den Zielgruppen kleine, mittlere, große Unternehmen und Data Center. ?


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