Das kabellose Kabel gibt es auch als Collaboration-Werkzeug

Zwei USB-Drives erlauben sicheren PC-Zugriff von überall aus

18.01.12 | Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Ulrike Ostler

Die Verbindung per kabellosem Kabel passiert fast alle Firewalls
Die Verbindung per kabellosem Kabel passiert fast alle Firewalls (Bild: iTwin by Flashtex GmbH)

Lux Anantharaman, Kryptographie-Experte aus dem indischen Chennai, dem früheren Madras, entwickelte mit „ITwin“ eine Lösung, mit der von unterwegs aus sicher auf den heimischen PC zuzugreifen ist.

ITwin besteht aus zwei identischen USB-Laufwerken, die Daten exklusiv unter sich austauschen und dazu nur eine Internet-Verbindung benötigen. Dazu wird einer der beiden USB-Sticks in den heimischen PC eingesteckt, der zweite Stick kann von überall aus an irgendeinen PC mit Internet-Anschluss angedockt und damit auf die Festplatte des heimischen PCs zugegriffen werden.

Anantharaman, der in Madras und Bangalore Computertechnik studierte, bezeichnet seine Entwicklung als „kabelloses Kabel“, denn sie sei so sicher wie der Filetransfer per Kabel zwischen zwei Geräten, aber eben ortsunabhängig. Ebenso wenig bedarf es zusätzlicher Software oder aufwändiger Konfigurationen mit komplizierten Logins oder Passwörtern. „Einfach einen Stick in den Heim-PC einstecken und mit dem anderen auf Reisen gehen“, beschreibt der Forscher sein System.

Anders als Cloud-Services wie Dropbox, die kostenlos angeboten werden, hat ITwin einige Vorzüge, die es auch unternehmenstauglich machen. „Die Daten bleiben immer auf dem heimischen Rechner und landen nicht irgendwo in der Cloud. Der Datentransfer geschieht immer gänzlich verschlüsselt“, beschreibt der Firmenchef die Vorzüge.

Die USB-Zwillingstechnik

Zudem sei das System „äußerst benutzerfreundlich“ und bereite keine Kopfschmerzen beim Setting. Geht ein USB-Stick verloren, muss der andere nur vom PC abgezogen werden und alle Daten sind sicher vor Zugriffen von außen. Außerdem kann beim ersten Aufeinandertreffen der beiden USB-Laufwerke ein Passwort vereinbart werden, mit dem der Remote-Stick unbrauchbar gemacht werden kann.

Zusammen mit seinem Partner Kal Takru schaffte es Anantharaman unter die Techcrunch-50-Liste der weltweit am meisten Erfolg versprechenden Startup-Companies, berichtet „The Times of India“.

Übrigens: Trotz der firmeneigenen Schreibweise des Produktnamens „iTwin“ hat der Hersteller nichts mit der Apple-Welt zu tun. Vilemehr entsprang die Bezwichnung der Idee des „identischen Zwillings“, denn der Erfinder fühlt sich seinem Zwillingsbruder so eng verbunden wie ein USB-Stick dem anderen.

ITwin in Deutschland

Auf der Consumer Electronics Exhibition CES 2012 hat der Hersteller eine Erweiterung von ITwin gezeigt, mit der mehrere Remote-Sticks auf einen PC zugreifen können. Damit würden sich gerade für kleinere Teams ganz neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben, glaubt Anantharaman.

Die Lösung war zunächst in Indien für rund 99 US-Dollar auf den Markt. In diesem kommen aber auch auch Europäer in den Genuss von ITwin kommen; denn man verhandelt bereits mit Media Markt.

Die Autorin:

Die freie Autorin und Mediatoron Kriemhilde Klippstätter berichtete aus Chennai, Tamil Nadu.


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Zusätzliche Info: iTwin hat in Deutschland auch schon eine Vertretung. Weitere Infos erhält man...  lesen
posted am 18.01.2012 um 15:04 von Unregistriert


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