Akzeptanz und Ablehnung für E-Perso ausgeglichen

Elektonischer Personalausweis vor allem für Internetnutzer interessant

04.03.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Dank einer digitalen Signatur kann der elektronische Personalausweis auch als Identitätsnachweis im Internet dienen.

Internetnutzer stehen dem elektronischen Personalausweis unkritischer gegenüber, als die restlichen 30 Prozent der deutschen Bevölkerung. 14 Millionen Deutsche würden ihren alten Identitätsnachweis sogar noch vor dessen Ablauf gegen den neuen Ausweis tauschen. Dies hat eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergeben.

Akzeptanz und Ablehnung für den elektronischen Personalausweis sind über die gesamte deutsche Bevölkerung hinweg nahezu ausgeglichen: Während 46 Prozent der Deutschen die Einführung befürworten, überwiegt bei 45 Prozent die Skepsis. Im Falle der Internetnutzer verschiebt sich das Verhältnis zugunsten des neuen Ausweises: 52 Prozent begrüßen die Einführung, bei einem Drittel stößt sie auf Ablehnung.

Der Branchenverbands Bitkom, der die Studie unter tausend Personen ab 14 Jahren beauftragt hat, vermutet einen Zusammenhang mit den Gefahren des Internets: Der Umfrage zufolge habe jeder vierte Webanwender bereits finanziellen Schaden im Internet erlitten, jeder dritte Internet-Nutzer sei schon einmal sei mit Viren und anderen Schadcodes im Netz konfrontiert gewesen. Allerdings surft jeder Fünfte nach eigenen Angaben ohne Virenschutzprogramm und ein Drittel der Nutzer ohne eine Firewall.

Aus Sicherheitsgründen verzichtet aktuell jeder fünfte Internet-Nutzer auf jegliche Transaktionen im Web. Hier zeigt sich das Potenzial des elektronischen Personalausweises, der im World Wide Web als Identitätsnachweis dienen kann. Dafür muss der Besitzer eine digitale Signatur auf dem Chip speichern, mit der er dann auch online rechtskräftige Verträge abschließen kann.

„Der neue elektronische Personalausweis hat das Potenzial, die Internet-Sicherheit enorm zu erhöhen. Davon profitieren Verbraucher, Anbieter und Behörden“, sagte Prof. Dieter Kempf, Mitglied des BITKOM-Präsidiums und Vorstandsvorsitzender des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN) bei der Vorstellung der Umfrage auf der CeBIT.

Den neuen Ausweis will laut der Umfrage fast jeder zweite Internet-Nutzer (44 Prozent) bei Behördendiensten wie An- oder Ummeldungen nutzen, fast 40 Prozent beim Online-Banking und jeder Dritte beim Online-Shopping. Nach Angaben des itkom würden rund 14 Millionen Menschen ihren alten Personalausweis freiwillig vor Ablauf der Gültigkeit umtauschen. Ebenso viele Deutsche, vor allem Ältere und Personen ohne Internet-Zugang, wollen noch bis Ende Oktober einen alten Ausweis beantragen.


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