24.01.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Stefan Riedl
Festplatten-Riese Seagate hat die Herstellergarantiezeit der beliebten Barracuda-Festplatten auf zwölf Monate gesenkt. Die Lücke zum gesetzlichen Gewährleistungszeitraum gegenüber privaten Endkunden muss im Zweifel der Händler tragen. Auch Western Digital senkt die Garantiezeit, allerdings ohne dass sich Lücken auftun.
Zum Jahreswechsel hat Seagate die Herstellergarantie bei Festplatten der Barracuda-Reihe von 24 Monate auf zwölf Monate gesenkt. Die Ausnahme bilden die High-End-Modelle Barracuda XT und Momentus XT, bei denen die Herstellergarantie von fünf auf drei Jahre gesenkt wurde.
Für Händler kann sich eine Gewährleistungslücke auftun, wenn die Herstellergarantie unter der gesetzlichen Gewährleistungsfrist liegt. Wenn sich im konkreten Einzelfall keine kulante Regelung mit dem Hersteller oder dem Distributor finden lässt, müssen Händler selbst für die Gewährleistung gerade stehen. Denn laut EU-Recht besteht gegenüber privaten Endkunden (keine Unternehmen oder Vollkaufleute) eine gesetzliche Gewährleistungspflicht für einen Zeitraum von 24 Monaten. Probleme können also dann auftauchen, wenn eine Seagate-Festplatte nach Ablauf der zwölfmonatigen Herstellergarantie und vor Ablauf der 24-monatigen Gewährleistungspflicht wegen eines Defekts eingereicht werden. Dann muss der Händler gegebenenfalls selbst für Ersatz oder Reparatur aufkommen.
Auf einer Seagate-Website wird unter „Häufig gestellte Fragen“ (FAQs) zu Garantierücksendungen eine Frage nach Reparaturmöglichkeiten wie folgt beantwortet: „Seagate repariert keine Festplatten, deren Garantie bereits abgelaufen ist.“
Eine Sprecherin des Festplatten-Riesens Seagate gab als Gründe für die Senkung der Herstellergarantie auf ein Jahr an, dass man die Garantiezeiten im Segment Consumer-Electronics denen im Segment IT-Industrie angleiche. Seagate wolle lieber in die Bereiche Produktentwicklung und Technologie investieren, als in Rückstellungen, die für Garantiezeiten gebildet werden müssen.
Konkrete Angebote gebe es noch nicht, aber Seagate-intern werde darüber diskutiert, Garantieverlängerungspakete ins Portfolio aufzunehmen.
Seit 2. Januar dieses Jahres gelten auch bei Western Digital verkürzte Garantiezeiten. Probleme hinsichtlich einer Gewährleistungslücke gibt es allerdings nicht. Ein Sprecher des Unternehmens teilte auf Anfrage mit: „WD hat die Garantiezeit für sine Konsumenten-Festplatten der Reihe Caviar, Scorpio Blue und Caviar Green von drei auf zwei Jahre reduziert.“ Damit gibt es zwar ein Drittel weniger Herstellergarantie, aber zumindest keine Gewährleistungslücke hinsichtlich der 24-monatigen Gewährleistungsfrist. „Caviar, Scorpio Black, WD-RE-Enterprise-Platten sowie die Platten der VelociRaptor-Reihe haben nach wie vor fünf Jahre Garantie“, heißt es aus dem Unternehmen.
Beim dritten großen Festplatten-Hersteller, Toshiba, gab es keine Änderungen hinsichtlich der Herstellergarantiezeiten. In der Regel gewährt der japanische Hersteller zwei Jahre.

Hallo TeDeuM,
vielen Dank für Ihren Input. Als Autor des Artikels wollte ich die Begriffe...
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Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Hersteller einfach mal so die Garantieleistungen einschränkt,...
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Es ist doch immer das selbe: Es wird auf dem Rücken des "kleinen" Händlers ausgetragen....
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Dann werde ich zukünftig Seagate Festplatten meiden, bevor ich als Händler nachher dafür...
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