12.01.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Weil im Arbeitskreis Urheberrechtsabgaben des Branchenverbandes Bitkom die großen PC-Hersteller ihre Vorstellungen nicht verwirklichen konnten, haben sie flugs einen eigenen Verband gegründet und verkünden stolz die „Einigung über Urheberrechtsabgaben auf PCs“. Die kleineren Assemblierer fühlen sich überfahren.
Der erst kurz vor Weihnachten gegründete „Bundesverband Computerhersteller e.V. (BCH)“ hat sich mit der Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ) auf die Höhe der Urheberrechtsabgabe für PCs geeinigt.
Für die Mitglieder des Verbands ist die Einigung ein hinnehmbarer Kompromiss, da Hersteller und Importeure damit nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten endlich die dringend benötigte Rechts- und Planungssicherheit erhalten, so der Verband, der sich aber gleichzeitig für eine grundsätzliche Modernisierung des Urheberrechts und seine Anpassung an das digitale Zeitalter ausspricht.
Außen vor bleiben bei diesem Kompromiss diejenigen Hersteller, die nicht Mitglied im Bundesverband Computerhersteller sind. Dieser meldet auf seiner Website als Mitglieder derzeit die Firmen:
Gegründet hat sich das Gremium erst kurz vor Weihnachten. Die Beitrittsmodalitäten wurden am 15. Dezember 2009 beschlossen: zunächst ist eine pauschale Umlage von 3.500 Euro zu bezahlen, ein Jahresbeitrag soll auf der noch durchzuführenden Mitgliederversammlung festgelegt werden.
Dass nur große PC-Hersteller dort vertreten sind, hat seinen Grund: sie waren von den kleineren Assemblierern im Branchenverband Bitkom mit ihrem Kompromissvorschlag gescheitert.
Lesen Sie auf der folgenden Seite Details zum Streit zwischen Großkonzernen und regionalen Assemblierern.

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