Sicherer Internetzugang für Messebesucher, Aussteller und Veranstalter

Von der Messe sicher ins Netz

12.10.2006 | Redakteur: Andreas Bergler

Die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden gelten zwar als kleinere Player im Messe-Geschäft, bieten aber einen hoch skalierbaren und sicheren Zugang zum Internet

Der Kongress- und Messeveranstalter Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden setzt auf die Kerio WinRoute Firewall 6 unter Windows, um den eigenen 50 Mitarbeitern ebenso wie den tausenden Ausstellern und Messebesuchern einen schnellen Internetzugang anzubieten.

Auf über 20 000 Quadratmetern Fläche präsentieren die Rhein-Main-Hallen in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden jedes Jahr mehr als 400 000 Besuchern gut 100 Veranstaltungen. Zu den wichtigsten Events gehören der „Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin“ mit 20 000 Fachbesuchern und die internationale zweitägige Fachmesse für Event-Marketing und Veranstaltungsservices „World of Events“. Neben den Fachveranstaltungen fühlen sich die Rhein-Main-Hallen aber auch der Kultur und Unterhaltung verpflichtet. Zur Weihnachtszeit verzaubern in der 2 200 Quadratmeter großen Halle 1 die besten Künstler und Artisten aus der ganzen Welt mit dem abwechslungsreichen Familienprogramm „Sensations by Sarrasani – Das Winterspektakel“ die Zuschauer.

Im Vergleich zu Messeplätzen wie Hannover und Frankfurt bedienen die Rhein-Main-Hallen mit ihren Kongress- und Messeräumen zwar einen Nischenmarkt, doch sind die Ansprüche an Service für Aussteller und Besucher sowie an die technische Ausstattung mindestens so hoch wie die der Platzhirsche. So investierten die Rhein-Main-Hallen bereits 2002 in den Ausbau ihres internen Netzwerks und installierten insgesamt 1 500 Kupferports sowie 14 Client-Switches in den Gebäudebereichen, die per Glasfaser an den Backbone angeschlossen sind. Neben den 50 festen Mitarbeitern können so bis zu 600 Aussteller und Messebesucher auf das Internet zugreifen.

Service ist gefragt

Während die Aussteller in der Vergangenheit oft die Telekom oder ihr eigenes Systemhaus mit der Anbindung ihres Messestands an das Internet beauftragten, registrierte das IT-Team der Rhein-Main-Hallen um IT-Manager Christian Achenbach eine stetig wachsende Nachfrage nach einem entsprechenden Service durch den Veranstalter: „Wenn eine Firma am Vorabend ihren Stand aufbaut, muss auch der Internetzugang am nächsten Morgen stehen. Tut er dies nicht, kann das Callcenter der Telekom einfach nicht so schnell reagieren wie wir hier vor Ort. Das haben auch die Aussteller mitbekommen“, erklärt Achenbach.

Die wachsende Nachfrage nach einem Internetzugang durch die Rhein-Main-Hallen stellte die Administratoren jedoch vor neue Herausforderungen: Einerseits müssen sie sicherstellen, dass die Aussteller schnell und flexibel ausreichend Bandbreite erhalten. Gleichzeitig gilt es jedoch, das eigene Netzwerk zu schützen und den Internetverkehr der Aussteller parallel und ohne Beeinträchtigung des Produktivnetzes durch die Firewall zu schleusen. Auf der Suche nach einer geeigneten Firewall, die über Funktionen für das Bandbreitenmanagement verfügt, per VPN Heimarbeitsplätze anbinden kann und vor allem leicht zu administrieren ist, stieß Achenbach Anfang 2006 per Empfehlung aus dem Kollegenkreis auf die Kerio Winroute Firewall 6.2.

Bandbreitenmanagement

Der Kontakt zu dem Distributor Querplex aus Nürnberg, der bereits seit 1997 die Produkte von Kerio in Deutschland an Reseller und Endkunden vertreibt, bestand bereits seit der Einführung des Kerio Mailservers bei den Rhein-Main-Hallen im Jahr 2003. „Zunächst überlegten wir eine der unzähligen Firewalls unter Linux einzuführen, da diese über fast alle Funktionen verfügen, die man sich wünschen kann“, erinnert sich Achenbach. „Doch die meisten waren entweder zu kompliziert in der Bedienung, zu teuer oder kamen mit unserer VLAN-Infrastruktur nicht zurecht. Doch vor allem die einfache und intuitive Bedienung unter einer gewohnten Oberfläche sprach letztlich für eine Firewall unter Windows.“

Dies bestätigt auch Dr. Christian Winkler, Geschäftsführer des Distributors und eCommerce-Dienstleisters Querplex: „Eine Firewall ist immer nur so gut wie derjenige, der sie administriert. Und hier macht es die Windows-Oberfläche den Administratoren besonders leicht. Auch ist Windows immer eines der ersten Systeme, für das es aktuelle Netzwerktreiber gibt.“

Schnelle Umsetzung

Durch die einfache Installation und Konfiguration der Kerio Winroute Firewall waren IT-Administrator Achenbach und sein Kollege Manfred Herbert in der Lage, die Software selbst zu installieren, ohne dass ein Mitarbeiter von Querplex vor Ort sein musste. In einer ruhigen Phase zwischen zwei Messen konnte das Administratorenteam die Einführung in einem Tag durchführen. Querplex stand dabei den Rhein-Main-Hallen beratend zur Seite, besonders als anfänglich Probleme mit den VLAN-Treibern der Netzwerkkarten von HP auftraten. „Durch unsere lange Beziehung zu Kerio kennen wir die Second-Level-Supporter dort alle persönlich und konnten gemeinsam mit ihnen und HP das Problem schnell lösen“, weiß Dr. Winkler zu berichten.

Heute läuft die Kerio-Software bei den Rhein-Main-Hallen auf einem HP Proliant 380 Server mit zwei Pentium-III-Prozessoren unter Windows Server 2003. Zuzüglich Support-Vertrag belaufen sich die Projektkosten auf für die Implementierung der Firewal auf rund 2.oooEuro. Für Service und Support besteht ein Drei-Jahres-Vertrag. Aber noch in diesem Jahr will IT-Manager Achenbach das System auf einen Proliant-Server der dritten Generation mit zwei 3-Gigahertz-Xeon-Prozessoren migrieren, um der wachsenden Nachfrage der Messeaussteller gerecht zu werden. Die Firewall ist per Glasfaser mit dem Backbone des internen Netzwerks und mit 50 Megabit pro Sekunde über den Stadtnetzprovider Witcom mit dem Internet verbunden.

Ein VLAN-Treiber für die Netzwerkkarte ermöglicht die Einbindung der Firewall in mehrere virtuelle Netze. Pro VLAN erscheint auf dem Server hierzu ein virtueller Netzwerkadapter, den man wiederum in der Winroute Firewall wiederfindet. „Auf diese Weise sind wir in der Lage, unser Hausnetz und die Netze der Aussteller komplett voneinander zu trennen“, erklärt Achenbach. „Zudem können wir mit der Winroute Firewall 6.2 jetzt jedem VLAN eine maximale Bandbreite zuweisen“. Über den integrierten VPN-Server hat Achenbach zudem einige Heimarbeitsplätze mit dem zentralen Netzwerk verbunden, wobei auch die telefonische Anbindung der Telearbeiter per VoIP über die Firewall läuft.

Neben dem Schutz vor Angriffen aus dem Internet sichert die Kerio Winroute Firewall auch den Internetverkehr der rund 50 Mitarbeiter ab. Ein Virenscanner auf der Firewall sorgt für sorgenfreien eMail- und Webverkehr, während der Content-Filter die Benutzer von bösartigen Webseiten und Inhalten fernhält. Während der Zugriff der Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen auf bestimmte Dienste und Ports beschränkt ist, erhalten die Aussteller jedoch ungehinderten Zugang zum Internet – was ihnen auch sehr wichtig ist.

„Andere Provider filtern bestimmte Ports, was wiederum zu Problemen bei den Nutzern führen kann“, erklärt Achenbach. „Wir bieten unseren Ausstellern einen unbeschränkten Netzzugang, der per VLAN von unserem internen Netz getrennt ist. Zudem können wir Bandbreite nach Bedarf bereitstellen – theoretisch bis zu einem Gigabit pro Sekunde.“ So sind heute an Spitzentagen bis zu 600 Aussteller-Rechner gleichzeitig über die Firewall der Rhein-Main-Hallen im Internet unterwegs. Bis zu 40 Gigabyte an Internetverkehr laufen dann am Tag über die Kerio Winroute Firewall.

Zukunftspläne

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Firewall-Lösung mit Bandbreitenmanagement war für die Rhein-Main-Hallen natürlich auch der Preis des Gesamtpakets. Problematisch war für den Veranstalter dabei, dass normalerweise nur rund 50 Mitarbeiter im Internet unterwegs sind, an wenigen Tagen im Jahr jedoch bis zu 700 Rechner – mit steigender Tendenz. Die meisten Firewall-Systeme in dieser Größenordnung waren für die Rhein-Main-Hallen jedoch unerschwinglich.

„Auf keinen Fall durfte unsere Firewall während einer Veranstaltung aus Lizenzgründen plötzlich ihre Arbeit verweigern“, erklärt Christian Achenbach. „Andererseits ist es ziemlich teuer, eine Firewall für 1 000 ständig angeschlossenene Geräte zu lizenzieren. Hier hat uns wiederum Querplex geholfen, die unsere besondere Situation Kerio erklärt und eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden haben“. Darüber freut sich auch Dr. Christian Winkler: „Nach unserem Angebot haben die Rhein-Main-Hallen gleich einen Service-&-Support-Vertrag für drei Jahre abgeschlossen, um sich die guten Konditionen zu sichern. Dies ist in unserem Geschäft eher ungewöhnlich.“

Nach den guten Erfahrungen mit der Kerio Winroute Firewall plant Christian Achenbach schon die nächsten Projekte. So möchte er zukünftig Bandbreitenmanagement nicht nur auf VLAN- sondern auch auf Benutzerbasis anbieten. Ebenso ist geplant, den Ausstellern neben dem Internetzugang auch Telefonie per VoIP anzubieten. Letztlich sind es aber immer die Wünsche der Kunden, die über die neuen IT-Projekte der Rhein-Main-Hallen entscheiden. Denn persönlicher Service und schnelle unbürokratische Lösungen sind das, womit sich auch ein kleiner Messeveranstalter heute in dem harten Konkurrenzumfeld gut behaupten kann.


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