In diesem Sonderheft von IT-BUSINESS erhalten Sie eine aktuelle Marktübersicht zu Monitoren und Projektoren.Stellen Sie sich bitte die folgende Situation vor: Sie bewohnen mit Ihrer Familie ein kleines Häuschen im Grünen, sind schuldenfrei, gesund und müssen sich um nichts sorgen. Prima – jetzt versetzen Sie sich bitte in die Lage eines Display-Herstellers: Sie erhalten von ihren Entwicklern die schönsten und technisch besten Bildschirme, die es je gab. Die Preise stimmen und obendrein gibt es für den Käufer noch die Webcam zur Kommunikation mit Geschäftspartnern oder Freunden, den integrierten TV-Tuner fürs Fernsehen zwischendurch oder das Entertainment-Interface HDMI für Video- und Gaming-Freuden – hätten Sie Grund, sich Sorgen machen?
Anscheinend schon, denn die Absatzzahlen sind rückläufig und die Hersteller gezwungen, die Produkte über den Preis zu verkaufen. Alle Experten, die in der Redaktion von IT-BUSINESS am runden Tisch saßen, sprechen von einer schwierigen Marktlage. Wenig bis gar keine Marge sei für manchen Partner sogar Anlass dafür gewesen, Displays aus dem Sortiment zu nehmen und das Geschäft aggressiven Online-Dealern zu überlassen. Leider konnte in der Runde nicht geklärt werden, wie diesem Missstand beizukommen sei. Und auch das neue Panel-Format 16:9, das den Displays in laszivem Piano-Black und unschuldigem Apple-White noch mehr Sexappeal verleiht, scheint ihren Herstellern mehr Kummer als Freude zu bereiten. Denn der allseits geliebte Business-Kunde hat noch nicht einmal die Displays im 16:10-Format in dem Maße akzeptiert, wie es die Hersteller gerne hätten. Und auch beim Thema Green IT sind manche Hersteller bereits weiter als ihre Kunden, die Begriffe wie Energiebilanz oder Total Cost of Ownership nicht mit Computerbildschirmen verbinden.
Zufrieden zeigen sich allerdings die Hersteller von Public Displays, die mit ihren Produkten und entsprechenden Digital-Signage-Lösungen zweistellige Wachstumsraten verzeichnen und noch größere Umsätze erzielen. Behalten die Analysten mit ihren Prognosen recht, dürfte die hohe Nachfrage langfristig anhalten und eher noch zu- als abnehmen. So mancher Visionär prophezeit schon das Ende der Plakatwand, und spätestens mit der Serienreife biegsamer Panel dürfte auch die Litfaßsäule aussterben. Technisch sind die Beamer zumindest in diesem Punkt den Displays voraus. Manche beherrschen die Projektion auf dreidimensionalen Körpern, während andere Meister bei der Darstellung auf die kurze Distanz sind. So oder so – Projektoren werden von ihren Käufern vermutlich besser verstanden als Bildschirme.
Das aktuelle Channel-Kompendium soll mit dazu betragen, die Technik der Produkte, die Produkte selbst und Zusammenhänge in den Bereichen Display und Projector zu verstehen. Informieren Sie sich auf zehn Seiten über die neuen Beamer und Displays. Und nutzen Sie die Informationen, die Ihnen Vertreter der führenden Display-Hersteller beim Roundtable aus erster Hand liefern.
Erwin Goßner
Leitender Redakteur
IT-Business
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