10.10.11 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Maier
Metro-Chef Eckhard Cordes tritt ab. Er hat den erbitterten Machtkampf beim Handelsriesen verloren. Aufgrund des Vertrauensverlusts zieht er die Konsequenzen.
In den vergangenen Wochen gab es bei der Metro Group eine Reihe von internen Querelen. Darunter der Clinch zwischen den Eigentümern von Media-Saturn und dem Mehrheitsbesitzer Metro.
Nun zieht Eckhard Cordes, Vorsitzender des Vorstands der Metro, die Konsequenzen. Wie er am Sonntag verlautbaren ließ, steht er für eine Verlängerung seines Arbeitsvertrages, der am 31. Oktober 2012 endet, nicht mehr zur Verfügung. „Ich bin durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen und Monate zu dem Schluss gekommen, dass eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Spitze der Metro AG nicht mehr gegeben ist“, erklärte er.
Die Autorität von Cordes wurde in den letzten Monaten zudem durch Diskussionen um die Zukunft der Metro-Handelslinien Kaufhof und Real stark angekratzt. Beide zählen nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens und hätten verkauft werden sollen. Außerem halbierte sich der Kurs der Metro-Aktie seit Jahresanfang bis heute auf unter 30 Euro je Aktie.
In seiner Erklärung konstaniert der Metro-Chef: „Es sind - durch welche Seite auch immer getrieben - immer wieder Spekulationen zu meiner Vertragsverlängerung in die Öffentlichkeit gelangt, die sowohl dem Unternehmen als auch den Mehrheitsgesellschaftern und meiner Person zu schaden drohten. Ein Unternehmen braucht aber ein vertrauensvolles Zusammenwirken und ein Höchstmaß an Geschlossenheit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Interessen Einzelner, auch meiner eigenen, haben hinter dem Wohlergehen des Unternehmens zurückzustehen.“
Der Metro-Konzern beschäftigte Ende Juni weltweit mehr als 280.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr erwirtschafte das Unternehmen in den Sparten Großhandel (Cash&Carry), Elektronikhandel (Media-Saturn), Galeria Kaufhof und Lebensmittel (SB-Warenhaus Real) einen Umsatz von 67,3 Milliarden Euro und einen Gewinn von 936 Millionen Euro. □
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