19.05.2008 | Redakteur: Philipp Ilsemann
Dietmar Hopp, der nach seinen zehn Jahren als SAP-Chef 1998 in den Aufsichtsrat des Softwarekonzerns wechselte, liegt mit einem Privatvermögen von 1,2 Milliarden US-Dollar auf der Forbes-Liste der reichsten Deutschen auf Platz 51. Dazu kommen noch mehrere Milliarden Euro, die in der gemeinnützigen Dietmar-Hopp-Stiftung stecken. Seit 2005 ist Hopp Privatier und unterstützt neben Sportvereinen wie Adler Mannheim (Eishockey) und die Rhein-Neckar Löwen (Handball) auch medizinische Projekte und soziale Einrichtungen.
Seine große Liebe blieb jedoch die TSG, deren Werdegang er jedes Wochenende von der Ehrentribüne aus verfolgt und ihr nach Kräften finanziell sowie bei der Sponsorensuche hilft. So konnte Hoffenheim nach dem Aufstieg in die Zweite Liga im vergangenen Jahr aus dem Vollen schöpfen und sich im Laufe der Saison für mehr als 20 Millionen Euro mit neuen Spielern verstärken. Nur der FC Bayern München investierte mehr Geld in seinen Kader.
Nach einer durchwachsenen Hinrunde, die Hoffenheim auf dem achten Platz beendete, rauschte das Team in der Rückrunde an der Konkurrenz vorbei. Zwölf Siege aus 17 Spielen bedeuten den Spitzenplatz in der Rückrundentabelle und waren der Garant für den Aufstieg.
Die kommende Saison wird Dietmar Hopp seinen Verein in einem neuen Stadion bewundern: Weil das aktuelle 6.000-Zuschauer-Stadion zu klein geworden ist, baut Hoffenheim seit einem Jahr an einem neuen Fußballtempel. Die »Rhein-Neckar-Arena«, so der geplante Titel, wird an ihrem Standort in Sinsheim-Süd nicht mehr den SAP-Gründer im Namen führen. Spätestens wenn sich Hoffenheim jedoch in der Champions League mit Real Madrid oder dem AC Mailand messen darf, hat sich Dietmar Hopp mit seinem Jugendklub einen festen Platz in den Fußball-Geschichtsbüchern erobert.
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