Strom und Bild über einen Anschluss

USB-Displays von AOC und Philips

16.05.12 | Redakteur: Erwin Goßner

Sowohl das AOC- als auch das Philips-Display erhalten Daten und Strom über USB.
Sowohl das AOC- als auch das Philips-Display erhalten Daten und Strom über USB.

MMD, Lizenznehmer für Monitore der Marke Philips, und der chinesische Hersteller AOC haben jetzt ihre ersten USB-Monitore auf den Markt gebracht. Die Displays verzichten auf einen Netzanschluss und Signaleingang, da sie sowohl die Bilddaten als auch Energie über ein einziges USB-Kabel erhalten.

Prototypen und Vorserienmodelle wurden bereits auf den großen Messen der IT-Branche präsentiert – nach den ersten skeptisch beäugten Auftritten auf der IFA 2011 in Berlin und der diesjährigen CeBIT werden die Zweifler jetzt eines Besseren belehrt. Denn die USB-Flachbildschirme, die sowohl die Bildsignale als auch die benötigte Energie über den Universal Serial Bus beziehen, haben Serienreife erlangt und den Weg in den Markt gefunden.

Den Auftakt machen die Hersteller AOC und Philips mit jeweils einem 21,5-Zoll-Display, die eigenen Angaben zufolge in Tests von Fachzeitschriften ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt haben. Denn sowohl der e2251Fwu von AOC als auch der 221S3UCB von Philips liegen mit einer nominalen Leistungsaufnahme bei Betrieb von neun Watt (Philips) beziehungsweise zehn Watt (AOC) noch deutlich über den Spezifikationen von USB 2.0. Moderne Hardware sollte keine Probleme haben, diese Werte zuverlässig über USB bereitzustellen, sicherheitshalber liefern die Hersteller jedoch ein so genanntes Y-Kabel mit, das die Displays über zwei Ports mit Energie versorgt.

Die Vorteile eines USB-Monitors liegen auf der Hand. Ein einziges USB-Kabel genügt für die Signal- und Stromversorgung, wodurch Anschluss und Betrieb denkbar einfach werden. Durch die Multi-Monitor-Unterstützung bei Philips können zudem zwei Geräte im Verbund betrieben werden, um dadurch beispielsweise bei Bedarf die gleichzeitige Darstellung von mehreren offenen Applikationen zu ermöglichen. Mit beiden lässt sich einfach und schnell auch die kleine Darstellung eines Note- oder Netbooks auf das Format eines Standard-Displays bringen. Der geringe Energieverbrauch der Geräte fällt ebenso positiv ins Gewicht, ist allerdings einem reduzierten Helligkeitswert geschuldet. So erreichen beide Modelle lediglich 150 statt der sonst üblichen 200 bis 300 Candela pro Quadratmeter.

Die Feinheiten

Neben 21,5 Zoll Bilddiagonale und 150 Candela Helligkeit finden sich weitere Gemeinsamkeiten der Displays bei der physikalischen Auflösung in Full-HD (1.920 x 1.080 Bildpunkte) und bei der Reaktionszeit von fünf Millisekunden. Im Unterschied zum Kontrastverhältnis des AOC e2251Fwu von 800:1 erreicht der 221S3UCB von Philips einen Wert von 1.000:1. Hinsichtlich der Ausstattung wartet das Mitglied der S-Line zudem mit einem um 70 Millimeter höhenverstellbaren Standfuß auf. Beim AOC e2251Fwu kann der Standfuß dagegen leicht abgenommen werden, wodurch sich der Monitor in einen überdimensionalen Bilderrahmen beziehungsweise eine Präsentationsfläche verwandelt, die sich in etwa auf dem Niveau eines Notebook-Displays befindet.

Der S-Line-Monitor Philips 221S3UCB ist ebenso wie der AOC e2251Fwu bereits erhältlich. Laut Philips beträgt der empfohlene Verkaufspreis des 221S3UCB rund 173 Euro, AOC hat den e2251Fwu mit einem Endkundenpreis von 169 Euro gelistet. Wie beide Hersteller betonen, wurde bei der Produktion der Flachbildschirme komplett auf Quecksilber verzichtet.


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