Windows Azure Management Portal steuert CDN und AppFabric

Bugfixes und Features für die Cloud-Software Windows Azure SDK 1.4

18.03.2011 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Ulrike Ostler

Nutzer von Microsoft Azure können Daten in Rechenzentren verschiedener Regionen vorhalten.

Microsoft hat das „Windows Azure SDK 1.4“ und ein aktualisieres Windows Azure Management Portal vorgestellt. Die Management-Konsole steuert nun „Azure AppFabric“ und bietet erweiterte Features, etwa zur Auswahl eines bevorzugten Cache-Rechenzentrums für das Azure Content Delivery Network (CDN). Ein Bugfix erleichtert sichere VPN-Verbindungen.

Das Windows Azure SDK 1.4 (SDK = System Development Kit) ist verfügbar. Mit dem Upgrade will Microsoft nicht nur verschiedene Fehler ausmerzen und für eine stabiliere Entwicklungsumgebung sorgen. Zusätzlich hat der Anbieter auch das Windows Azure Management Portal überarbeitet und um weitere Funktionen ergänzt.

Das Management Portal bietet jetzt die Verwaltung mehrerer Administratoren an. Zudem liefert die Oberfläche laut Microsoft verbesserte Reaktionszeiten, Statusinformationen und Diagnosemöglichkeiten.

Microsoft integriert AppFabric

Hierzu zählt die Integration der Middleware Azure AppFabric. Administratoren können die Infrastrukturdienste jetzt per Weboberfläche steuern und so beispielsweise Namespaces konfigurieren.

Auch das Windows Azure Content Delivery Network (CDN) kann jetzt granularer über die Verwaltungskonsole gesteuert werden. Per Mausklick sichern Entwicker mit dem CDN bereitgestellte Inhalte per HTTPS.

Cache-Rechenzentrum per Mausklick wählen

Laut Anbieter lassen sich zudem Windows Azure Web und VM Rollen als „Quelle“ für Objekte konfigurieren, die per Windows Azure CDN bereitgestellt werden. Statische Inhalte einer Webseite lassen sich automatisch in beliebigen Cache-Rechenzentren vorhalten. Kopien von Daten in geographischer Nähe zum Endanwender können dann sinnvoll sein, wenn geringe Latenzen gefragt sind oder große Datenmengen ausgeliefert werden sollen, beispielsweise Videodateien.

Azure-Entwickler können jetzt per Mausklick festlegen, für welche geographische Region Daten gecachet werden sollen. Dabei bietet Microsoft jedoch lediglich grob umrissene Standorte an. Für deutsche Nutzer interessant sind Microsofts Rechenzentren in Dublin (Region Nordeuropa) und Amsterdam (Region Westeuropa). Weitere Regionen gibt es in den USA sowie in Asien, Australien und Südamerika.

Wer den Standort seiner Daten noch genauer festlegen will, muss auf die bislang noch nicht frei verfügbare Windows Azure Appliance warten. Die verwaltet Server in kundeneigenen Rechenzentren mit individuellen Compliance-Anforderungen. Bei Lastspitzen lässt sich die Azure Appliance mit den von Microsoft betriebenen Cloud-Servern kombinieren. Ein entsprechendes Pilotprojekt für diesen Hybridbetrieb läuft derzeit beim Online-Auktionshaus eBay.

Bugfix macht Azure Connect Client zum Sprachtalent

Als Bugfix ist ein neues Feature in Windows Azure Connect zu werten. Der Client für eine VPN-Verbindung zwischen Rechenzentrum und lokalen Datenbankserver konnte bislang nur auf englischen Windows-Versionen installiert werden. Diese Einschränkung fällt nun weg.

Weitere Fehlerkorrekturen des Windows Azure SDK 1.4 betreffen verschiedene Probleme mit dem IIS. Zudem will Microsoft die Stabilität des Remote Desktop verbessert haben. Detaillierte Release Notes und Downloads gibt es auf der Homepage des Anbieters. Zudem widmet der Hersteller dem Upgrade je einem englischen und deutschen Blogbeitrag.


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