Von der Open-Source-Anwendung bis zur Hosting-Lösung aus der Cloud

Amazon steigt groß in den Softwarehandel ein

19.04.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

AWS startet mit neuem Marketplace.
AWS startet mit neuem Marketplace.

Mit dem AWS Marketplace hat Online-Händler Amazon heute einen eigenen Marktplatz für Software gestartet. Damit sollen Kunden neue Anwendungen für die Amazon Cloud so einfach wie Bücher und CDs kaufen können.

Die Amazon Web Services (AWS) werden um eine Facette reicher. Mit dem Marketplace können nun Kunden auf einen großen Softwarepool zugreifen und in kürzester Zeit neue Anwendungen aufsetzen und nutzen, so der Online-Händler. Profitieren sollen auch Software-Entwickler, die für Cloud-fähige Anwendungen den AWS Marketplace als zusätzlichen Vertriebskanal nutzen und darüber neue Kunden finden werden.

Und nicht zuletzt verspricht Amazon auch Vertriebspartnern Vorteile, da sie ihren Kunden, die beispielsweise den Cloud-Computing-Service von Amazon (EC2) nutzen, nun ein breiteres Angebot bieten, mit einer einfachen Abrechnungsmöglichkeit via AWS.

Lösungen der Branchengrößen

Auf dem AWS Marketplace vertreibt Amazon unter anderem Lösungen von CA, Check Point, IBM, Microsoft, Perforce, SAP und Zend.
Auf dem AWS Marketplace vertreibt Amazon unter anderem Lösungen von CA, Check Point, IBM, Microsoft, Perforce, SAP und Zend.

Zu den Angeboten im derzeit nur auf englisch verfügbaren AWS Marketplace zählen unter anderem Lösungen von 10gen, CA, Canonical, Couchbase, Check Point, IBM, Microsoft, Suse, Red Hat , SAP und Zend. Außerdem gebe es viele weit verbreitete Open-Source-Angebote, darunter Wordpress, Drupal und Mediawiki, teilt Amazon mit. Das Angebot deckt die Bereiche Datenbanken, Applikations-Server, Business Software und Entwickler-Tools ab. Kunden sollen Software kinderleicht suchen und vergleichen können.

Bei Interesse gibt es die Möglichkeit, per 1-Click-Deployment die gewählte Anwendung vorkonfiguriert ins EC2-Konto zu übernehmen und sofort zu starten. Alternativ kann die Software auch über die AWS-Konsole installiert und verwaltet werden. Die Abrechnung erfolgt zeitbezogen, entweder pro Stunde oder pro Monat. Bei Open -Source-Software muss der User zwar keine Gebühren für die Software bezahlen, aber die üblichen Kosten für die AWS-Infrastruktur fallen trotzdem an.

Der Marktplatz bietet die üblichen Funktionen wie Beschreibung der Anwendung, Support-Informationen und Kundenbewertungen. Bei Lösungen, die als SaaS angeboten werden, gibt es einen Link zur Anmeldeseite des Anbieters.

Einladung an Software-Entwickler

Amazon wirbt damit, dass der Marktplatz das Geschäft für Software-Anbieter und -Entwickler vereinfache. Die Akquise neuer Kunden, das Einrichten von Vertriebskanälen und die Abrechnung von SaaS-Angeboten – alles das könne der AWS Marketplace übernehmen. Amazon als weltweit etablierter Anbieter könnte dieses Versprechen tatsächlich einlösen, wenn der Software-Shop ähnlich einfach und zuverlässig funktioniert wie der App Store von Apple. Dort wurden seit dem Start im Juli 2008 drei Milliarden Apps heruntergeladen.

Den Software-Entwicklern bietet diese Plattform tatsächlich einen lukrativen Verrtiebsweg, und ähnliches hat Amazon sicherlich mit dem AWS Marketplace im Sinn, wenn auch nicht mit den kleinen und kostengünstigen Apps für Smartphones und Tablets, sondern für Business-Anwendungen aus der Cloud in entsprechend höheren Preisklassen. Weitere Informationen für Software-Anbieter hat Amazon auf einer eigenen Website „Selling on AWS Marketplace“ zusammengefasst.


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