28.11.2011 | Redakteur: Ulrich Roderer
Ziel des OPTIMIS-Projekts ist die Schaffung einer „hybriden Cloud“. Dabei soll der Lebenszyklus der angebotenen Services optimiert werden. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission mit 10,5 Millionen Euro gefördert.
OPTIMIS ist eines der Schlüsselelemente der Strategie der Europäischen Union, mit der sie sicherstellen will, dass Europa eine Führungsposition bei Cloud Computing einnimmt. Im Rahmen des OPTIMIS-Projektes werden alle Phasen von der Entwicklung der Services bis zu deren Implementierung und Betrieb berücksichtigt. Damit soll ein umfassendes Toolkit entwickelt werden.
Der internationale IT-Dienstleister Atos leitet dazu ein Konsortium mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Projekt läuft bis Mai 2013.
Projektziel ist, den Lebenszyklus der über Cloud angebotenen Services zu optimieren - und zwar auf Diensteanbieter- und Infrastrukturanbieterebene. Dabei werden alle Phasen berücksichtigt, vom Aufbau über die Implementierung bis hin zum Betrieb der Services. Im Rahmen von OPTIMIS wird ein Toolkit entwickelt, das den gesamten Lebenszyklus von Services und zudem zahlreiche Implementierungsszenarien abdeckt. Zentrale Optimierungsfaktoren dabei sind Vertrauen, Zuverlässigkeit, Risiken, Kosten, ökologische Effizienz und juristische Aspekte.
OPTIMIS unterstützt besonders hybride Cloud-Lösungen, die nach Atos das Modell der Zukunft sind. Denn dieses Modell ermöglicht es privaten Clouds, mit einem Ökosystem verschiedener öffentlicher Clouds integriert zu interagieren. Ziel von OPTIMIS ist, dass Unternehmen und Organisationen automatisch und transparent Services und Anwendungen an Anbieter von Hybrid-Clouds auslagern können, die Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten. OPTIMIS soll hier ein Ökosystem aus Anbietern und Endkunden unterstützen und erleichtern, die wiederum von der optimierten Bereitstellung von Services und Infrastrukturen profitieren.
Das Konsortium hat bereits mit der Entwicklung eines Cloud-Dienstes begonnen, über den Softwareentwicklungskomponenten („Software Infrastructure as a Service, SIaaS“) bereitgestellt werden. Mit diesem Dienst können Organisationen einem Service automatisch die zur Ausführung am besten geeigneten Kanäle zuweisen – auf lokal installierten Ressourcen oder in der öffentlichen oder privaten Cloud, abhängig von Preis, Sicherheitsanforderungen, Umwelteffizienz, Risiko, Kosten, Vertrauen oder sonstigen Kriterien. Die OPTIMIS-Software wird hybride Cloud-Modelle unterstützen und zudem einen Marktplatz schaffen, auf dem Cloud-Anbieter und deren Services den Kunden sicher und zuverlässig zur Verfügung stehen.
Anhand der OPTIMIS-Spezifikationen und -Tools sollen einige Modelle bzw. praxisrelevante Beispiele entwickelt werden, die die Möglichkeiten der neuen Generation von Cloud-Architekturen aufzeigen:
Die Projektkoordination liegt bei Atos (Spanien). Weitere Mitglieder des Konsortiums sind: Barcelona Supercomputing Centre (Spanien), BT Group (Großbritannien), Flexiant (Großbritannien), Fraunhofer-Gesellschaft (Deutschland), ICCS-NTUA (Griechenland), SAP (Deutschland), The 451 Group (Großbritannien), Universität Umeå (Schweden), Universität Stuttgart und Leibniz Universität Hannover (Deutschland), City University of London sowie Leeds University (Großbritannien) und Arsys (Spanien).
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