Dreierbund propagiert standardisierte Lösungen für Private Cloud Computing

Cisco, EMC und VMware gründen Virtual Computing Environment Coalition

03.11.2009 | Redakteur: Harry Jacob

Elefantenrunde der IT-Branche: Paul Maritz, CEO VMware, Joe Tucci, CEO von EMC und John Chambers, CEO von Cisco, erläuterten gemeinsam die Pläne zur „Virtual Computing Environment Coalition“.

Gemeinsam gehen die drei großen IT-Hersteller Cisco, EMC und VMware daran, die Virtualisierung in Unternehmen voranzutreiben. Standardisierte Lösungen für firmeninterne virtuelle Umgebungen, sogenannte „Private Clouds“, sowie gemeinsamer Support für Vertriebspartner und Endkunden gehören mit zum Paket.

Installation, Konfiguration und Betrieb der IT-Infrastruktur sollen einfacher werden – das ist das erklärte Ziel von Cisco, das schon 2007 mit der Ankündigung der Strategie zum „Datacenter 3.0“ formuliert wurde. Einen weiteren wichtigen Schritt machte der Netzwerkausrüster im März, als „Unified Computing“ propagiert wurde, eine offene Systemplattform, die insbesondere das zentrale Management physikalischer wie virtualisierter Ressourcen vereinfachte (für Details hier klicken).

Nun folgt mit „vBlock Infrastructure Packages“ der nächste Schritt: eine komplette Ausstattung für das firmeneigene Rechenzentrum, inklusive Server, Storage, Netzwerkinfrastruktur, Virtualisierungskomponenten und Management-Tools. Mit vBlock sollen Unternehmen ihre eigene, interne virtuelle Umgebung schaffen können, eine sogenannte „Private Cloud“. Die Vorteile von vBlock sind nach Angaben von Cisco und Co. die schnelle, ressourcenschonende Umstellung der IT-Infrastruktur auf eine vorteilhaftere virtuelle Umgebung aufgrund der getesteten und gegenseitig zertifizierten Standard-Konfigurationen, sowie Kostenersparnisse im Betrieb, da Administration und Pflege ebenfalls vergleichsweise weniger komplex sind.

Lösung aus drei Händen

Diesmal ist Cisco allerdings nicht allein zugange, sondern im Rahmen der Virtual Computing Environment Coalition. So nennt sich das Dreierbündnis, dem neben Cisco noch Storage-Experte EMC und dessen Virtualisierungs-Tochter VMware angehören. Über ein Jahr haben die Schwergewichte der IT-Branche in die gemeinsame Forschung und Entwicklung investiert, bis die Lösung nun zur Marktreife gebracht wurde.

Zum Start sind drei Varianten von vBlock definiert, von Level 0 (300 bis 800 virtuelle Server), über Level 1 (800 bis 3.000 virtuelle Server) bis Level 2 (3.000 bis 6.000 virtuelle Maschinen. EMC steuert jeweils unterschiedliche Storage-Komponenten bei, von VMware ist vSphere zur Infrastruktur-Virtualisierung enthalten (siehe Kasten).

Lesen Sie auf der folgenden Seite, was neben der Hardware an gemeinsamen Services für Kunden und Vertriebspartner geplant sind.

Die vBlock-Konfigurationen im Detail:

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