IT-Service-Management als Stützpfeiler der Cloud-Umgebung

16.05.13 | Redakteur: Harry Jacob

Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Ende April stellte IDC im Rahmen eines Webcasts für Medienvertreter die Ergebnisse einer Befragung unter 153 IT-Entscheidern aus Unternehmen in Deutschland mit mehr als 500 Mitarbeitern vor. Ziel der Studie war es, die aktuelle Situation sowie die Hindernisse und Anforderungen der Unternehmen rund um das IT-Service-Management (ITSM) im Rahmen von Cloud-Services zu untersuchen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die IT-Umgebungen in deutschen Unternehmen zunehmend heterogener werden: Neben der herkömmlichen IT-Infrastruktur im Data Center gaben über die Hälfte der befragten Unternehmen an, Private- oder Public-Cloud-Services zumindest teilweise im Einsatz zu haben.

Diesen Mix aus herkömmlicher IT-Umgebung und Privat-e beziehungsweise Public-Cloud-Services zu managen, um Endandwendern im Unternehmen verlässliche IT-Dienste zu bieten, ist zur Aufgabe von IT-Verantwortlichen geworden. Dabei vertrauen drei von vier Unternehmen auf IT-Service-Management-Tools und -Prozesse.

Viele Unternehmen haben demnach erkannt, dass ein professionelles Monitoring und Management ihrer Cloud-Services und deren Provider erforderlich geworden ist und dies durch ITSM-Tools sichergestellt werden kann. Doch können aktuell im Einsatz befindliche Lösungen den neuen Anforderungen genügen? Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, ein neues ITSM-Tool zum Management ihrer Cloud-Services einzuführen. Dazu wollen drei Viertel der befragten Unternehmen ihre ITSM-Budgets in den kommenden 24 Monaten erhöhen.

Im Rahmen des virtuellen Events stellten die beiden ITSM-Anbieter Realtech und IBM ihre Lösungen und Sichtweisen in diesem Zusammenhang vor.

Realtech theGuard!

Schwerpunkt des Angebots von Realtech stellt das theGuard! Service-Management-Center dar. Die Software-Suite ermöglicht die Integration von virtualisierten Komponenten der Private Cloud in das herkömmliche On-Premise-Monitoring. Daten aus herstellerspezifischen Überwachungswerkzeugen können so in die Gesamtsicht übertragen werden, wodurch eine ganzheitliche Sicht auf die IT-Umgebung ermöglicht wird.

Zur Überwachung der Cloud Service Provider setzt Realtech auf Überwachungsfunktionen, wie zum Beispiel die Verprobung der Service-Performance mit Robotersystemen, die es ermöglichen sollen, Verfügbarkeitsinformationen der einzelnen Cloud Service Provider in Echtzeit zu erfassen und in das zentrale Monitoring-Cockpit zu integrieren. Somit sollen die Leistungen verschiedener Cloud Service Provider gemessen und beurteilt werden.

IBM Tivoli

Auch IBM bietet im Rahmen seiner Tivoli-Lösungen Service-Management für Cloud-Umgebungen an. Anhand der Tivoli-Tools soll die Transparenz, Kontrolle und Automatisierung der Cloud- und Servicebereitstellungsumgebungen verbessert und somit ein Beitrag zur Optimierung der IT-Infrastruktur geleistet werden.

Um dies zu erreichen setzt IBM auf ein Bündel an Lösungen: Neben Tools für das Management von IT-Services, das Änderungs- und Konfigurationsmanagement, das Anwendungsmanagement, die IT-Überwachung und die Serviceverfügbarkeit, das Leistungsmanagement sowie das Cloud- und Virtualisierungsmanagement zählen auch Lösungen für den Datenschutz und das Management der Speicherinfrastruktur zum Portfolio.

Fazit

Die Untersuchung hat gezeigt: Die IT-Umgebungen in vielen Unternehmen stellt sich durch den Bezug von Cloud Services zunehmend heterogen dar. IT-Verantwortliche haben die veränderten Anforderungen an ihr IT-Service-Management erkannt. Tool-Hersteller wie Realtech und IBM bieten Lösungen an, um den Herausforderungen einer heterogenen IT-Umgebung zu begegnen.

Neben der Auswahl der richtigen ITSM-Lösungen müssen jedoch auch bestehende organisatorische Abläufe hinterfragt und gegebenenfalls angepasst werden, denn insbesondere durch die unterschiedlichen Sichtweisen von IT- und Fachabteilungen kommt es zu Problemen. Gehen Unternehmen dies jedoch an, sind sie auf einem sehr guten Weg, ihren Endandwendern verlässliche IT-Dienste anzubieten – egal woher diese bezogen werden.


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