31.07.12 | Autor / Redakteur: Von Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann
Mit manchen Produkten können IT-Anbieter derzeit nur mühsam Umsatz generieren. Wer weiß, welche Geräte oder Komponenten dennoch gefragt sind, kann den vielleicht entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausspielen.
Der Indexwert des ITC Channel Index, den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und IT-BUSINESS erheben, erreichte mit 120 Punkten im Zeitraum von Januar bis Mai 2012 das Level der Vorjahresmonate. Allerdings verzeichnete der Fachhandelsumsatz im Mai 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus in Höhe von einem Prozent. Im Vergleich zum April dieses Jahres erstarkte das Geschäft der deutschen ITK-Fachhändler dagegen um 14 Prozent.
ITC Channel Index im Mai 2012:Im Jahresvergleich hat sich die Geschäftslage für die ITK-Fachhändler kaum verändert.
Ursächlich für den leichten Verlust im Vergleich zum Vorjahresmonat und die Stagnation über die ersten fünf Monate hinweg ist der rückläufige B2B-Markt, der vor allem im Enterprise-Umfeld aktuell größere Umsatzeinbußen hinnehmen muss. Hier sanken die Einnahmen im Vergleich zum Mai des Vorjahres um zehn Prozent, während das SMB-Geschäft um zwei Prozent erstarkte. Belebte 2011 das „Austauschgeschäft“ den Markt, fehlt momentan der Wachstumstreiber.
Der B2C- beziehungsweise Retail-Markt verzeichnete dagegen ein Umsatzplus von drei Prozent. Allerdings ist die private Nachfrage aufgrund des hohen Ausstattungsniveaus deutlich selektiver geworden und fokussiert sich auf einzelne Produkt-Segmente. Die richtige Sortimentspolitik ist daher für die Industrie und den Handel ein wichtiges Element im Marketing-Mix, um zusätzliche Umsätze zu generieren.
Dass der Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat schlechter abschnitt, ist vor allem der Entwicklung im Bereich der Informations-Technologie (IT) geschuldet. Der Umsatz mit Telekommunikations-Produkten entwickelte sich dagegen trotz Absatzverlusten positiv.
Im IT-Umfeld waren es unter anderem Desktop- und Mobile-Computer, die im B2C-Markt (im Vergleich zum Vorjahresmonat) eine negative Entwicklung verzeichneten. Lediglich die volumenmäßig kleineren Formfaktoren, wie All-in-One-Desktop-PCs sowie Ultra- und Ultra-Thin-Mobile-Rechner, verzeichneten ein Umsatz- und Absatzwachstum. Von der Entwicklung im PC-Markt wurden auch benachbarte IT-Märkte, wie Komponenten, beeinflusst. Bei Speicher-Bausteinen mussten die Anbieter im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat eine zweistellig negative Umsatzentwicklung im Bereich der privaten Konsumenten verkraften. Lediglich im SMB-Geschäft konnten Speichermodule, wie RAM oder Flash, weiter punkten.
Mehr über die Entwicklung in den Bereichen Festplatten, Recording Media und LCD-Displays erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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