ITC Channel Index sinkt im Monats-, nicht aber im Jahresvergleich

Diese Produkte bescheren Händlern Umsatz- und Absatzplus

29.10.2009 | Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Großzollige Monitore verschaffen Händlern Umsatz-Zuwächse.

Die Erlöse der Fachhändler sind zwar im Monatsvergleich gesunken, der Jahresvergleich zeigt jedoch, dass der Markt resistent gegen die Krise ist. Umsatz- oder Absatzwachstum verzeichnen insbesondere einzelne Produktsegmente, wie große Displays oder kabellose Mäuse.

Nachdem sich die Fachhandelsumsätze im Juli erholt hatten und Hoffnung auf eine positive Weiterentwicklung weckten, zeigte sich der August von seiner trüben Seite. Mit 85 Punkten landete der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS deutlich unter dem Wert des Vormonats. Im Juli hatte der Indexwert noch bei 98 Punkten gelegen.

Die Umsätze sind dabei in beiden Kundensegmenten zurückgegangen:Im B2B-Geschäft lagen die Einnahmen zwölf Prozent unter dem Umsatz vom Juli. Im B2C-Segment sank der Erlös um elf Prozent. Eine Ursache für den Rückgang sind saisonale Effekte, die Urlaubs- und Ferienzeit.

Im Jahresvergleich dagegen bewegen sich sowohl die Verkäufe an Consumer als auch an die Business-Kunden mit fünf beziehungsweise zwei Prozent im positiven Bereich.

Bei Betrachtung der B2B-Bereiche Enterprise und SMB zeigt sich, dass vor allem das Enterprise-Segment im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zulegte, das SMB-Geschäft hingegen mit einem minimalem Rückgang von einem Prozent stabil blieb. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass sich der Markt in Deutschland weiterhin äußerst resistent gegen jegliche Art von Krise zeigt. Das ist eine positive Entwicklung, die vor allem im B2C-Umfeld bis zum Jahresende anhalten dürfte.

Ausgewählte, innovative Produkte punkten

Grundsätzlich dürfte die Nachfrage dabei weiterhin durch ihre Selektivität gekennzeichnet bleiben. Das bedeutet, es werden sich auch künftig tendenziell einzelne, innovative Produkt-Segmente positiv entwickeln, während in vielen Fällen nicht mehr der gesamte Markt in einem Produktbereich wachsen wird. Die Entwicklung bei Monitoren – das anhaltende Plus beispielsweise bei den großzolligen Geräten, während andere Displays weniger verkauft werden – ist dafür nur ein Beispiel.

Bedingt durch den zum Teil deutlich geringeren Lagerbestand im Channel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dürfte zudem die Nachfrage der Händler in den verbleibenden Monaten des Jahres 2009 tendenziell höher ausfallen. Dies dürfte sich in Summe bei vielen Herstellern in einer Belebung der Nachfrage, inbesondere durch Konsumenten, niederschlagen.

Der Markt für IT und Telekommunikation verzeichnete im August erneut ein Umsatzplus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings machte sich nun eine doch etwas stärker ausgeprägte Jahressaisonalität bemerkbar. Denn der im August erwirtschaftete Umsatz im B2C-Segment lag zwölf Prozent unter dem Vormonat.

Mehr über die Entwicklung im PC-Segment, dem Display-Markt und bei Tastaturen und Mäusen erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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Ihr Harry Jacob,
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