16.06.2011 | Redakteur: Katrin Hofmann
Zwar haben die Probleme beim Kreditzugang gegenüber dem Vorjahr deutlich abgenommen, wie eine Studie zeigt. Allerdings sind die Kreditinstitute nach wie vor risikoscheu und kleine und junge Betriebe haben eher als größere Firmen schlechte Karten.
Die Finanzierungssituation von hierzulande ansässigen Unternehmen hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate stark verbessert. Laut einer Untersuchung der KfW Bankengruppe gemeinsam mit 24 Wirtschaftsverbänden sind die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelösten Schwierigkeiten weitgehend überwunden.
So sei der Anteil der Unternehmen, die über erschwerte Bedingungen beim Kreditzugang klagen, „sehr stark“ auf rund ein Viertel zurückgegangen. Allerdings beschweren sich kleine Betriebe mit einem Jahresumsatz unter einer Million Euro überdurchschnittlich oft über zu hohe Kredithürden.
Unverändert hohe Anforderungen stellen die Banken an die Dokumentation von Vorhaben und die Offenlegung von Informationen. An der Risiko-Sensibilität habe sich auch nach der Krise nichts geändert. Die ebenfalls unverändert häufige Nennung von gestiegenen Anforderungen an die Sicherheiten als Grund für Erschwernis beim Kreditzugang verdeutliche zudem die hohe Bedeutung, die Kreditinstitute den Sicherheiten als Instrument zur Risiko-Steuerung beimessen.
Die Befragung wurde unter rund 3.300 Unternehmen im 1. Quartal 2011 durchgeführt.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2051991)