03.03.2008 | Autor / Redakteur: Robert A. Schmid / Philipp Ilsemann

Von der Förderpolitik bis zum Fachkräftemangel: Die hochkarätige politische Diskussionsrunde beschäftigte sich zum Abschluss des IT-BUSINESS Executive Summit noch einmal mit den zentralen Themen.
Hier die Kernaussagen der Teilnehmer:
Das Grundgesetz fordert die Gleichheit der Lebensverhältnisse. Deshalb wird der ländliche Raum stärker gefördert. Das ist falsch. Wir sollten Sprinter-Zentren oder Gewinner-Städte, wie ich sie nenne, stärker unterstützen. Und wir müssen die Städte näher betrachten. Können sich Künstler und kleine Betriebe ansiedeln? Ein kreatives Milieu muss sich herausbilden, in dem man sich wohlfühlt.
Ich bin gerade voll mit dem Thema Sicherheit beschäftigt, nämlich der Liechtenstein-Steueraffäre. Wenn die Skepsis wächst, sollte sie der Staat nicht noch weiter fördern. Denn: Wenn Misstrauen herrscht, sind die Leute nicht bereit, neue Wege zu gehen. Das gilt zum Beispiel für E-Government. Die Schwachstelle ist häufig der Mensch, nicht die Technik.
Wir leben in einer Zeit zwischen Angst und Aufbruchstimmung. Da brauchen wir Leute, die Freude an diesen Turbulenzen haben. Und wir müssen uns damit beschäftigen, wie wir Mitarbeiter zu Mitunternehmern transformieren. Lassen Sie mich noch für eine Variante werben, wie man schnell IT-Ingenieure erhält: über Berufsakademien.
Der Fachkräftemangel in der IT tritt jetzt erst partiell auf. Es kommen aber auf die Unternehmen harte Zeiten zu. Die Zahl der Studenten für den IT-Bereich sinkt. Wie die OECD feststellte, lässt sich dieser Fachkräftemangel auch durch Zuwanderung nicht lösen. Dazu müssen sich die Firmen neue Personengruppen erschließen, ich denke dabei an Frauen. Sie müssten Beruf und Familie vereinbaren können.
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