18.06.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase
In virtualisierten Infrastrukturen ist es essenziell, die Nutzung der Dienste zu überwachen. Darauf weist Ingram-Micro-Manager Uwe Kannegießer hin, der bei dem Distributor das Value-Added-Geschäft leitet.
ITB: Wie lässt sich eine IT-Infrastruktur automatisieren und standardisieren? Was sind die wesentlichen Schritte dabei?
Kannegießer: Der erste Schritt ist, die Infrastruktur zu virtualisieren. Daraus ergeben sich automatisch eine hohe Automatisierung und Standardisierung. Im nächsten Schritt muss die Infrastruktur weiter vereinheitlicht werden, sodass beispielsweise bestimmte Nutzergruppen gleiche Profile mit zugewiesenen Rechten erhalten. Bei diesen wichtigen Schritten beraten unsere Virtualisierungs-Experten die Kunden.
ITB: Welche besonderen Anforderungen stellt eine virtualisierte Infrastruktur an Management und Security und womit lassen sich diese Anforderungen abdecken?
Kannegießer: Beim Management ist insbesondere darauf zu achten, dass der Überblick über die Infrastruktur gewährleistet ist und keine unnötigen Dienste geordert werden. Dabei hilft „Operations“ von VMware. Dieses Tool überwacht, welcher Anwender wie oft welche Dienste nutzt und wie viel das kostet. Wird dabei festgestellt, dass bestimmte Dienste gar nicht genutzt werden, kann sie das Unternehmen kündigen und so Kosten sparen. Mit Hilfe von Trend Micros „Deep Security“ lässt sich beim Ausrollen eines Services gleichzeitig ein Sicherheitsprofil dafür platzieren. So sind ein agentenloser Virenscan und ein agentenloses Update des Services möglich. Das schützt vor Ausfallzeiten und erhöht zusätzlich den Sicherheitsstandard. Wichtig ist, dass an der virtuellen Maschine keine Änderungen vorgenommen werden. Denn die Änderungen erfolgen komplett im Hypervisor.
ITB: Was zeichnet eine agentenlose Integritätsprüfung gegenüber einer Prüfung mit Agenten aus?
Kannegießer: Eine agentenlose Integritätsprüfung hat den Vorteil, dass zum einen ein hoher Standard erreicht wird, da Scan-Prozesse übergeordnet stattfinden. Zum andern sparen diese Prozesse Ressourcen und minimieren Ausfallzeiten, da keine Neustarts nötig sind und Installationszeiten entfallen.
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