20.05.2010 | Redakteur: Regina Böckle
Pauly: Vertriebspartner sollten hier unbedingt auch eine integrierte Billing- und Authentifizierungs-Funktionalität anbieten, um dem Anspruch eines „Measured Service“ im Sinne der NIST hinzubekommen (The National Institute of Standards and Technology). Diese industrialisierte Ressourcen-Basis sollte eine „Heimstatt“ für verschiedene Applikationen werden können und sollte insbesondere auch Dritten die Möglichkeit bieten, ihre Anwendungen zu portieren. Eine Beschränkung auf bestimmte (Entwicklungs-)Technologien sollte dabei vermieden werden.
Pauly: Viele Anbieter denken nach wie vor in den alten Bahnen von Langfristigkeit – beispielsweise im Hinblick auf Geschäftsbeziehungen und Projektlänge. Die neue Welt fordert ein höheres Tempo und ein höheres Maß an Flexibilität. Und sie fordert Skaleneffekte für einen effizienten Betrieb. Die traditionellen IT-Anbieter müssen also lernen wie die „Internet-Companies“ zu denken. Gleichzeitig sind natürlich nicht alle klassischen Errungenschaften in der Outsourcing-Welt obsolet: Zertifizierungen, Vertrauen, Service Management, Zuverlässigkeit – das alles sind Tugenden, die auch im Cloud-Zeitalter zählen. Es zeigt sich immer wieder: Nicht nur Preis und Flexibilität allein sind entscheidend, sondern auch das Gefühl, dass man sich mit einem zuverlässigen Anbieter eingelassen hat, der Datenschutz, Rechte und Qualitätsansprüche respektiert.


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