02.03.2010 | Redakteur: Sarah Maier
Mit UCC aus der Cloud können Reseller ein neues Kundenklientel ansprechen, findet Christian Nern von Microsoft. Er diskutiert über die UCC-Strategie des Software-Konzerns und die Akzeptanz des Chattens für die Firma.
ITB: Schon frühzeitig hat Microsoft seine Software auf Zusammenarbeit ausgerichtet. Welche Strategie verfolgen Sie derzeit und wann ist mit den nächsten Releases im Bereich UC zu rechnen?
Nern: Mit Microsoft Unified Communications bietet Microsoft eine Technologie für die Kommunikation und Zusammenarbeit auf einer integrierten Plattform. Die UC-Lösung besteht aus zwei Hauptkomponenten: Der Exchange Server 2010 ist eine zuverlässige, hochverfügbare Messaging-Infrastruktur für die asynchrone Kommunikation; der Office Communications Server beinhaltet mit Präsenz-, Audio-, und Videokonferenzen die synchronen Kommunikationskanäle. Damit lassen sich sämtliche aktuellen Endgeräte wie PC, Handy, Smartphone, VoIP- und Festnetz-Telefon integrieren. Über die UC von Microsoft können Mitarbeiter standortunabhängig auf ihre E-Mails, Voicemail-Nachrichten, Kontakte, Kalendereinträge etcetera zugreifen, da alles in einem Posteingang verwaltet wird. Das Konzept des „Single Number Reach“ auf Basis von Voice over IP macht es möglich, dass Kollegen unter einer Nummer erreichbar sind, unabhängig davon, ob sie im Home Office, im Auto oder im Büro sind. Der PC ist dabei gleichzeitig das Telefon, beispielsweise über ein angeschlossenes Headset. Es findet damit keine – meist kostenpflichtige – Rufweiterleitung statt. Somit ist das Ziel der Microsoft-UC-Technologie eine effiziente Kommunikation und einfache Zusammenarbeit, die die Mitarbeiterproduktivität steigert und gleichzeitig große Kosteneinsparpotenziale bietet.
Nern: Das stetig steigende E-Mail-Aufkommen im Geschäftsalltag erfordert schnellere Kommunikationswege und Informationsverarbeitung. Die Präsenz-, Instant Messaging-, Videokonferenz- und Audiokonferenzfunktionalitäten ermöglichen eine effiziente Kommunikation. Kollegen, die mit Ihnen Kontakt aufnehmen möchten, können anhand Ihres Präsenzstatus den bestgeeignetsten Kommunikationsweg wählen. Sie können angeben, ob Sie gerade gut erreichbar sind oder sich in einer Besprechung befinden. In technologisch fortgeschrittenen Unternehmen etabliert sich der Office Communications Server (OCS) schnell. Es ist jetzt gerade wichtig, Unternehmen die Angst vor VoIP und Präsenz zu nehmen. Dann wird Unified Communications mit seinen Funktionalitäten bald genauso bedeutend und Standard sein wie E-Mail.
Nern: Die größte Herausforderung ist immer die Veränderung, weg vom „das haben wir schon immer so gemacht.“ Das ist aber unabhängig von jeder neuen Lösung. Wichtig ist, das Potenzial anzusprechen, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern, einfach nur durch weitaus effizientere Kommunikation. Ein weiterer Punkt ist oftmals, die Kunden zu überzeugen, dass der Unternehmens-Chat im Communicator keineswegs der Ablenkung dient, sondern eben genau die angesprochene Effizienz stark fördert. Nicht zu vergessen der Aspekt Sicherheit. In der Regel überzeugen wir die Kunden nicht durch umfangreiche Präsentationen, sondern durch gute Demos, die auch Vorbehalte gegen vermeintliche Qualitätsprobleme bei VoIP ausräumt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich die Verlagerung in die Cloud auf das Partnergeschäft auswirkt.

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